Endlich mal wieder zocken!

Sonntag, 19.05.2019

An meinem letzten Tag auf Magnetic Island hieß es nun Zelt zusammen packen und zurück zur Fähre. Zuvor besuchte ich jedoch noch den Lookout am Picnic Bay.
In Townsville angekommen entpackte ich nun wieder meinen Rucksack, bestellte nun endlich neue Micro SD-Karten, die mir nach dem Drohnen-Ersäufnis sowie dem GoPro-Klau so langsam ausgingen. Danach war es endlich Zeit für den Pokemon Community Day, den ich ausnahmsweise mal nicht verpasste! 3 Stunden hieß es Feuerhühnchen jagen, nur leider traf ich kaum andere Spieler, die sich irgendwie zu sehr in diesem kleinen Dörfchen verteilten. Dennoch freute ich mich, endlich mal wieder teil zu nehmen und so ging es erst spät abends zurück zum Auto. Morgen habe ich nun einen Tag 'frei', was bedeutet, dass ich erneut organisatorisches Zeug erledige und hoffentlich ein paar Blogeinträge nachschreibe. Am Dienstag geht es dann nochmal knapp 150km zurück, denn dort gibt es eine der besten australischen Divesites - das Wrack der SS Yongala!

Blöde Busfahrer

Samstag, 18.05.2019

Da auch heute der Wind nicht besser war, versuchte ich erst gar nicht mein Schnorchelglück und machte mich stattdessen auf zu einem Hike. Von Nelly Bay entlang eines Bergrückens zur Forts Kreuzung, mit mäßigen Ausblicken auf Horseshoe Bay. Der Großteil der Insel ist Wilderness und selbst mit Hikes kaum bis gar nicht erschlossen. Irgendwie schade, jedoch sieht man vermutlich eh nichts wirklich tolles. Die Bays auf der Nord-West-Seite sind nur mit Booten anfahrbar.
Am Forts angekommen machte ich dann natürlich auch diesen Hike. Während des 2. Weltkrieges wurde hier oben nämlich eine Ausguck- und Verteidigungsanlage gebaut. Ein paar leere Betonbauten, zwei Rondelle, in denen einst Kanonen standen (die nach Kriegsende mysteriöserweise verschwunden sind .... wer verliert denn bitte riesige, schwere Kanonen?), aber vor allem Lookout Türme, die die Umgebung preisgaben.

Nach dem Hike wartete ich dann an der Bushaltestelle, heute wollte ich gerne ein bisschen was trinken und auf dem Partygelände abhängen (mein Freigetränkgutschein musste frühzeitig eingelöst werden). Als ich jedoch 30min gewartet hatte und der Bus kam .... fuhr er an mir vorbei .... Wirklich? Ich saß an der Haltestelle, war aufgestanden als er kam und habe kurz gezögert, weil eine weitere wartende Backpackerin mich darauf aufmerksam machte, dass 'Schulbus' am Bus stand (um 18Uhr ...). Und der sch* Bus fuhr ohne zu zögern an uns vorbei. Da die Busse hier nicht im 10min Takt fahren, hätte ich nun 90min warten dürfen .... Entsprechend machten wir uns zu Fuß auf, hatten leider auch kein Glück beim Hitchhiking, dafür jedoch gute Gespräche (ihre Whitsunday Sailing Tour war besser als meine, dafür war mein K'Gari (Fraser Island) besser gewesen 😁). Also ging die Zeit wenigstens gut rum bis zur Fähre, was ihre Endstation war. Am Ende lief ich also die 90min zurück zum Hostel, konnte auf die letzte Sekunde noch meinen Getränkegutschein einlösen, hatte nun aber keine wirkliche Lust mehr zu feiern. Nach locker 16km laufen heute, war ich dann doch erschöpft.

Magnetic Island

Schnorcheln auf Magnetic Island

Freitag, 17.05.2019

Mein eigentliches Vorhaben auf Magnetic Island, oder auch 'Maggie' genannt, war es zu schnorcheln. Da Mirjam und Simone sich entschieden hatten, einen weiteren Tag zu bleiben, kamen sie mich besuchen. Jedoch mussten wir herausfinden, dass der Wind aus einer sehr ungünstigen Richtung zum Schnorcheln kam und damit den Sand unter Wasser so sehr auswirbelte, dass man kaum was sehen konnte. Nach langem Hin und Her versuchten Mirjam und ich es dennoch am Nelly Bay, wo es ein Snorkel Trail gab. Jedoch war die Sicht so schlecht wie befürchtet und wir waren schnell wieder draußen. Während ich ein paar abgelegene, hoffentlich windgeschützte Bays austesten wollte, war die Mädelsgruppe eher für einen Gammeltag, sodass ich mich verabschiedete und mit dem Bus zum Arthurs Bay fuhr.
Jedoch war die Sicht hier kaum merklich besser und ich zog weiter den Pfad entlang zum Florence Bay, beide gute Schnorchelplätze auf dieser Insel. Hier hatte ich zwar ein wenig mehr Erfolg im sehr flachen Wasser, aber sobald es ein wenig weiter hinaus ging, verschwand die Sicht erneut. So packte ich erneut meine Sachen und zog weiter - immer auf der Suche nach einem besseren Ort ...
Naja, der Schnorchelteil hatte sich damit heute für mich erledigt, da die anderen Buchten entlang des Pfades zum Horseshoe Bay keine nennenswerten Riffe aufwiesen. Am Ende gab es also nur einen schönen Hike für mich.
In Horseshoe Bay angekommen ging es mit dem nächsten Bus zurück zum Hostel, wo ich mein Abendbrot machte, mich duschte und nochmal kurz versuchte, mich unter die Partyleute zu mischen. Jedoch war der erste Abend deutlich der Tollste ... und ich hab ihn nicht mitgenommen und meine Zeit lieber mit Zeltaufbau verschwendet 😞.

Auf nach Magnetic Island

Donnerstag, 16.05.2019

Mein erster Stop war heut auch mein letzter - Townsville. Zuerst bin ich ein wenig im Park am Fluss herum gelaufen und habe die Flussschildkröten begutachtet. So knuffig ich sie auch finde, sie werden hier stark gefüttert und hängen deswegen immer an den Aussichtspunkten herum. Wann lernen die Leute wohl, dass sie damit den Tieren mehr schaden als helfen?
Davon abgesehen musste ich nun erneut dem Alltagsleben nachgehen - Auto saugen (ich hab verkackte Ameisen drin! Die müssen raus! SOFORT!), einkaufen, Sachen packen. Nachdem ich alles erledigt hatte, war es bereits recht spät, doch zum Glück wusste ich, dass die Fähren hier noch bis spät verkehren. Denn von Townsville aus geht es auf eine der tausend Inseln entlang der Ostküste - Magnetic Island. So benannt, da um diese Insel herum die Kompassnadel bei der Erkundung gesponnen hat. Heute ist es ein recht begehrter Ausflugsort : die Distanz zum Festland ist eher kurz, die Fährenpreise günstig und die Insel hoffentlich schön. Für mich vor allem interessant sind die Riffe um die Insel herum. Da ich mittig wohnen wollte und die Insel nur zwei Hostels hat, musste ich in Partyhostel Nummero uno einbuchen - dafür campe ich. Dies ist günstiger und ich habe keine besoffenen Gestalten, die spät Nachts ins Zimmer getaumelt kommen. Da ich jedoch vorgewarnt wurde, dass der Boden nur harter Kies ist, musste ich mein großes Zelt mitnehmen, denn mein kleines (teures, empfindliches) Zelt benötigt Ankerpunkte zum Aufbau, was in Kies schwierig sein kann. Das große Zelt wird durch die Stangen erstmal gehalten - war dafür aber umso schwerer. Zusätzlich zu den Lebensmitteln wurde mein Rucksack ganz schön schwer. Aber ich schaffte es bis zum Hostel, wo mir erstmal Kerle in Kleidern entgegen kamen. Scheinbar war das heutige Partymotto "Girls Night". Da die Musik ganz akzeptabler Mainstream war, setzte auch ich mich nach meinem Zeltaufbau, Abendbrot und Dusche zu der feiernden Masse.

 

P.S. Ich bin nochmal zum Auto zurück gelaufen, als ich merkte, dass ich meine Ohrenstöpsel vermisse. Super wichtig in nem Partyhostel!

Das Ende vom Segellied ...

Montag, 13.05.2019

Am Morgen durften wir nun nochmal kurz mit den SUP's - den Stand up Paddleboards - spielen. Während Simone und ich versuchten, auf den wackligen Boards einen Kopfstand zu machen, trieben wir natürlich vom Boot weg, jedoch waren wir uns der Distanz immer bewusst. Der Captain jedoch verlor die Geduld mit uns und kam mit dem kleinen Boot zu uns, damit war unser Spaß dann am Ende. Jedoch mussten wir eh losfahren, 3h am Whithaven Beach, aber nur knappe 30min SUP-Spaß ...

Die Fahrt zurück war erneut rauh, windig und kalt und ich war recht froh, als ich wieder von Board durfte. Da Carsten noch eine Nacht im Hostel bleiben wollte und ich ebenfalls gerne eine ausführliche Dusche brauchte (zumal nun endlich meine Regel einsetzte und ich mich mit meiner neu erworbenen Menstruationstasse auseinander setzen musste), checkte ich dort ebenfalls ein. Und das Hostel war echt toll. Zum einen durfte man für einen rabattierten Preis im Auto schlafen, zum anderen war dieses Hostel einfach mit Mühe und Liebe zum Detail aufgebaut worden. In den Duschen erwateten uns attraktive Männerbilder (und Frauen für die Herren), doch vor allem, Schock schwere Not, gab es Regalbretter! Und Haken! Ich mein, könnt ihr euch das vorstellen? Ablageflächen in einer Dusche!? Einfach unglaublich, welche Geldmengen man für sowas hier rein investiert hat, sowas war mir ja noch nicht untergekommen! Das Internet war sau schnell, es gab einen Billardtisch, die Küche war super organisiert und beschriftet. Wirklich klasse Hostel!
Leider war die After-Sailing-Party nicht gut besucht, nur Carsten und ich tauchten auf. Also endete auch dieser Abend recht früh.

Jedoch musste natürlich erneut was passieren ... Zum einen wurde mir nun doch mein Kanada Visum bewilligt, nachdem ich bereits eine Absage erhalten hatte, nachdem ich einen Zettel nicht schnell genug eingereicht hatte (1 Woche war wirklich wenig, zumal man erstmal das Dokument irgendwo finden muss, da der Link für den Download nicht funktionierte. Nebst der Bibo Probleme zum ausdrucken und erneut scannen, während ich versuchte meinen Reisezeitplan einzuhalten, ließ mich ein wenig über die Woche kommen). Als letzter, verzweifelter Akt sandte ich eine Mail an den Support, erwartete aber nicht, dass sie ihre Entscheidung wirklich nochmal ändern. Doch Überraschung, sie taten es! Doch die Freude währte nicht lange ... denn ich fand meine GoPro nicht mehr. Tjaja, wie sollte es auch anders sein? Ich weiß nicht, ob sie mir gestohlen wurde oder tatsächlich über Bord ging (finde ich eher unwahrscheinlich, da das Boot reichlich verwinkelt war), aber sie war weg. Zusammen mit den Videos, versteht sich. Meine 1 Monat alte Gopro ... Momentan schaffe ich es wirklich nicht, meine teuren Sachen irgendwie bei mir zu behalten, huh?

Daraufhin blieb ich noch eine weitere Nacht, da die Powerplay natürlich bereits wieder auf See war. In einem verzweifelten Hoffnungsunterfangen checkte ich das Boot danach, fand jedoch keine Gopro. Auch die Tauchhülle war nicht aufzufinden. In der Hoffnung, irgendwas bei der Versicherung einreichen zu können, meldete ich dies der Polizei. Zudem holte ich mein Paket bei der Post ab, sandte meine Drohnenüberreste zurück zur Firma (ich will nicht zu schnell jubeln, aber evtl bekomme ich die Drohne ersetzt) und kämpfte mit einigen anderen Sachen herum. Am Abend fuhr ich dann nur noch ein wenig weiter, um wenigstens Townsville halbwegs nahe zu kommen.

 

P.S. Und deswegen gibt es auch keine Tauchvideos sowie Whitsunday Videos und Filme. Aufgrund der Wassernähe habe ich nämlich fast alles mit der GoPro fotografiert. Aber immerhin gibt es hier wieder ein schönes Video von Carsten :

https://youtu.be/RMsFV3ei9BM

 

Whithaven Beach

Sonntag, 12.05.2019

Die Nacht verlief ganz gut, auch wenn mir ein wenig kalt wurde, da ich mich mit Carsten nicht zusammen unter den beiden großen Decken kuschelte. Morgens gab es dann Frühstück auf dem Boot, das jedoch recht plötzlich in Hektik unterbrochen wurde, um ganze 3 Stunden! am Whithaven Beach zu verbringen (wirklich, bei soviel Zeit hätte man uns noch 10min länger frühstücken lassen können). Also fuhren wir mit dem Beiboot zum berühmtesten, schönsten Strand der Whitsundays, genossen den tollen Ausblick vom Aussichtspunkt, schossen tausende (Instagram-)Fotos an toten, weißen Bäumen und gammelten stundenlang herum ... denn 3h ist viel Zeit, wenn es zu kalt zum Baden ist. Irritierenderweise war auch Courtney fleißig am posieren für Fotos .... obwohl sie seit 4 Monaten die Whitsundays besegelt. Außer "Guck, hier ist der Whithaven Beach" haben wir auch null Informationen bekommen - den ganzen Trip lang. Ich war wirklich enttäuscht davon. Nach dem tollen, informativen Erlebnis auf K'Gari nun das hier - ein Guide, der irgendwie null guided. Weder bekamen wir einen Ablaufplan für den Tag, noch Informationen oder irgendwelche Anregungen, die die Tour unvergesslich machten. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass sie ziemlich angenervt davon war, ihren Mund manchmal öffnen zu müssen (Mirjam und auch Simone sahen das ähnlich. Ein guter Guide macht viel aus bei solchen Touren).
Mirjam, Simone und ich gehörten zu der letzten Gruppe, die zurück zum Katamaran fuhr, wo ein fast gänzlich aufgegessenes Mittagessen auf uns wartete. Normalerweise bin ich Mittags am hungrigsten, mein Körper braucht Energie für den Tag. Satt wurde ich entsprechend nicht ...

Danach fuhren wir erneut eine Weile, da die Sonne wenigstens kurzfristig schien, lagen wir sogar auf dem Deck herum und genossen die Fahrt. Der nächste Spot war erneut eine Rifferkundung und wie angedroht schnappte ich mir einfach meine Flossen. Courtney lief zum Captain hin, um zu fragen, was sie tun soll (ja, ich hab gelauscht ... bzw stand einfach nah genug), woraufhin der Captain zum Glück meinte, dass Leute die eigene Flossen haben, mit diesen wohl auch umzugehen wissen. Puh 😥, damit war meine Flossennutzung abgesegnet und ich musste mich zum Glück nicht auf eine dämliche Diskussion einlassen. Entsprechend genoss ich diesen Tauchgang deutlich mehr, die Sicht war besser und das Riff schöner. Vor allem gab es hier Clams, also die Art von Muscheln, die offen sind. Eine Sorte fraß sich in das Gestein ein und sah dadurch so aus, als ob sie aus dem Stein wächst. Eine andere Sorte wiederum hatte seinen typischen Muschelkörper. Die letztere Sorte konnte verdammt groß werden, die größte war locker 1,5m lang, ein Riesenviech. Alle Clams hatten sehr schöne, auffällige Farben, sogar wunderschöne türkisfarbene waren darunter 😍.

Nach diesem Tauchgang fuhren wir nun zum Ankerplatz des Abends, wo es erneut ins Wasser ging. Hier fütterte man nun Fische an (zum Glück hauptsächlich mit entsprechendem Fischfutter) - und zwar riesige Fische. Da unser wissbegieriger Guide so toll war, weiß ich leider den Namen der Fische nicht, hab aber tolle Videos! Die eine Fischart wurde dann auch mal locker 2m lang, irgendwie gruselig mit so großen Fischen zu schwimmen (obwohl ich keine Probleme bei Delphinen und Seerobben hatte), aber es war echt toll. Sie waren halt einfach riesig!
Am Abend nun wurde es erneut ... komisch? Zuerst gab es mit Käse und Bohnen überbackene Nachos (schmeckt eigentlich echt gut), jedoch war dies nur ein 'Snack'. Kaum eine Stunde später gab es nun das eigentliche Abendbrot, Fisch bzw. Steak, je nach Bestellung .... dazu dann noch Würste (wirklich, wer braucht die denn dazu noch? Vor allem locker 15 Stück bei einer Besatzung von 16 Leuten, darunter 3 Vegetarier!) und diverses Gemüse. Ich weiß nicht, ob ich es erwähnt habe, aber der Nacho 'snack' war bereits reichlich. Entsprechend viel ist am Ende übrig geblieben, wer plant so doof? Am Mittag blieben manche Leute hungrig, und am Abend gibt es kurz hintereinander 2 Mahlzeiten? Immerhin lief heute irgendwann der Yakuzi endlich, der am letzten Abend nicht wollte. Da er erst sehr spät wirklich warm wurde, haben wir ihn nicht so toll nutzen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Komplizierter war jedoch etwas anderes : Der Yakuzi wurde mit Salzwasser gespeist, aufgrund des mangelnden Frischwassers sollten wir jedoch nur 1x am Tag duschen. Da der Yakuzi so spät erst warm wurde, hatte selbst ich mittlerweile aufgegeben und bin duschen gegangen (es ist ja auch kalt, den ganzen Tag im Badeanzug!). Salzwasser auf der Haut finde ich aber nicht so toll zum Schlafen. Ich bin am Ende einfach nochmal duschen gegangen (es war der letzte Tag und ich wollt ja nur schnell das Salz loswerden), aber dies zeigt, dass Planung und Informationen echt hilfreich sind. Nur unserem Guide war das eher egal ....

Ansonsten verlief auch dieser Abend eher so lala, wir machten das Beste draus, aber so richtig geile Stimmung kam auch eher nicht auf. Natürlich kommt auch das immer auf die Gruppe drauf an, sowie auf die eigenen Vorlieben. Aber der Unterschied bezüglich der Guides hier und auf K'Gari war echt heftig. Der eine extrem krass, die andere einfach mal Null ... Und so habe ich am Ende auch die Touren im Kopf - von K'Gari und DropBears bin ich begeistert, die Powerplay würde ich nicht empfehlen. Schon gar nicht für einen so stolzen Preis.


P.S. Ich fand heraus, dass es in Norwegen ein 2. Frühstück gibt .... um ca 21Uhr. Sie beginnen den Tag mit Haferbrei, und beenden ihn damit O.o

Whitsunday Sailing Tour

Samstag, 11.05.2019

Zuerst musste ich noch schnell die knapp 200km nach Airlie Beach fahren, da ich schon am Morgen für mein Segelabenteuer einchecken musste. Da ich danach noch ein paar Stunden Zeit hatte, sah ich mir die Beach Markets an, wo es einen Stand mit sehr günstigem, schönen Schmuck gab - $7 später hatte ich ne neue Kette 😅. Doch ansonsten war es eher öde und ich machte mich mit meinem Gepäck langsam zum Hafen auf. Auf dem Weg wollte ich zwar noch ein wenig Alkohol kaufen, den ich mal wieder vergessen hatte, doch irgendwie lief mir kein Schnappsladen über den Weg, sodass ich nun erneut auf dem Trockenen sitze ....

Dafür traf ich hier nun wieder auf Carsten und Mirjam, die mit Simone gerade herum reiste. Wie ich später erfuhr, hatten sie soeben eine 6-10 Tagestour auf einem privaten Segelschiff des Horrors hinter sich. Ein "reicher", junger Australier erbte Häuser und verkaufte eines, um sich eine Yacht zu kaufen und damit auf Mädelsfang zu gehen. Er lud auf der Backpackerseite zum kostenfreien Segeln ein (man ist halt Crewmitglied, hilft aus, putzt, etc), hatte aber selber nur wenig Segelerfahrung. Nach 6 beängstigenden Tagen und einer früh endenden Nacht, da das Schiff unsicher ankerte und nun ein sicherer Spot gefunden werden musste, sowie starker Zeitverzug sorgten dafür, dass die beiden Mädels frühzeitig von Bord gingen und dann gemeinsam weiter reisten (Das war nur der krönende Abschluss einer sehr unsicheren Fahrt). Mit Simone habe ich tolle Gespräche geführt, da auch sie neu im Kitesport war, jedoch im Gegensatz zu mir dies auch vernünftig trainiert hat. Ganze 6 Monate verbrachte sie in der DomRep mit kiten, jeden Tag. Ihre Garderobe bestand aus 10 Badeanzügen und etwas einfaches zum drüber schmeißen und dann rein ins Wasser. Im Allgemeinen ist sie eher in den südamerikanischen Staaten gereist und hat nun einen Luxuskulturschock. Und auf meiner Liste steht nun die dominikanische Republik 😃.

Ansonsten war die Fahrt ziemlich rauh und der Katamaran wurde deutlich kräftiger durchgeschüttelt als ein Luxuskreuzer, sodass selbst mir kotterig wurde. Das sorgte dafür, dass wir alle draußen saßen und zum Horizont blickten, um es zu überstehen. Nach rund 3h gelangten wir immerhin mal zu einem Schnorchelpunkt, den ich jedoch eher weniger genießen konnte. Durch den hohen Wasserstand der Flut und schlechte Sichtbarkeit war das Riff nicht so einfach zu erkunden, zudem teilte mir Mirjam mit, dass Flossen nicht erlaubt seien. Diese Nachricht nahm ich ja nun überhaupt nicht gerne auf. Ich brauch die Flossen! Nicht nur macht das Schwimmen so viel mehr Spaß, auch kann man mit der Kamera viel leichter filmen! Entsprechend grummelig war ich nach diesem Schnorchelgang und entschied mich, beim nächsten Mal einfach meine Flossen mitzunehmen - schließlich weiß ich, dass man mit ihnen schwimmt und nicht auf dem Riff steht!
Den Abend verbrachten wir dann in einer Bucht, spielten Karten, Trinkspiele und hatten Spaß. Auf gehts zur ersten Nacht auf einem Katamaran!

 

P.S. Der Guide, Courtney, war recht froh, dass wir 4 uns kannten. Kann ein wenig schwierig sein, sich fremde Männlein und Weiblein auf so engem Raum zu mixen und damit konnte sie uns 4 in ein Abteil verfrachten.

Biberenten sind da!

Freitag, 10.05.2019

Frühzeitig fuhr ich weiter zum Eungella Nationalpark, in dem nur eins wirklich wichtig war : Platypus! Oder auch Schnabeltiere. Ja, nun endlich konnte ich einen Blick auf diese eierlegenden Säugetiere erhaschen und stellte mich geduldig auf die Brücke, von der man einen guten Aussichtspunkt auf den Fluss hatte. Zum Glück wurde meine mangelnde Geduld nicht auf die Probe gestellt und ich sah sie : zwei Schnabeltiere auf Futtersuche! Nur für kurze Zeit waren sie sichtbar, danach ging es wieder runter auf den Flussgrund, aber ich war begeistert. Zuerst konnte ich keine vernünftigen Fotos machen, doch nach einer Weile kamen sie näher an gute Stellen. Nebst den Schnabeltieren gab es hier auch Unmengen an Flussschildkröten, die jedoch leider viel zu häufig von Touristen gefüttert werden und deshalb in Massen unterm Aussichtspunkt hockten.

Danach gönnte ich mir noch einen kleinen Ausblick aufs Tal und fuhr erneut hinunter zum Rainforest Scuba. Denn hier konnte man im Regenwaldfluss tauchen gehen und eventuell einem Platypus auch mal im Wasser begegnen. Inwiefern sich der Preis dafür lohnt, dass man eh nicht tief tauchen kann wusste ich noch nicht ganz, doch am Ende waren eh alle Plätze belegt oder der Shop hatte Urlaub. Also kämpfte ich mich irgendwo durchs Unterholz, um einfach selbst ein wenig im Fluss zu schnorcheln. Es machte Spaß gegen die Strömung anzukämpfen und sich den einfachsten Weg zu suchen, jedoch fand ich keinerlei Tiere, der Fluss wirkte ausgestorben. Auf dem Rückweg ließ ich mich dann von der Strömung treiben, weichte Steinen aus und raus ging es durchs Dickicht zurück zum Auto.
Nach dieser Erfrischung fuhr ich erneut in einen anderen Teil des Eungella NP hinein, überquerte einige Forde (wo die Straße durch einen Fluss geht und entsprechend überschwemmt ist) und machte mich auf dem Weg zum Wheel of Fire. So beeindruckend der Name auch klingt, im Herbst ist da nix besonderes los. Im Frühling allerding blühen die Firewheels hier und zeigen ein ganz anderes Gesicht. Im Blütenmeer muss es hier sehr schön aussehen. Jedoch ließ ich es mir nicht nehmen, einen beherzten Dip in dem Wasserloch am Ende des Hikes zu nehmen, wo man auf die andere Seite schwimmen musste, um den dortigen Wasserfall zu genießen.

Zum Abend hin ging es zurück zur Küste mit einem kurzen Stop am Twin Beaches Lookout. Dort führte ein Loop auf den Hügel für tolle Blicke auf den Strand hoch und entlang des freigelegten Strandes bei Ebbe ein Weg zurück zum Auto. Schnell gönnte ich mir am Ende noch eine Dusche und sah hier auch das erste Mal ein "Achtung : Krokodile"-Schild hängen.
Da ich noch recht munter war, fuhr ich auch fleißig weiter und campte auf einen der Tankstellencampparkplätze.

l.u. Capricorn Cave

 

P.S. Da Carsten und ich nahezu den gleichen Streckenverlauf hatten, verlinke ich hier seine nächsten zwei Videos. An den meisten Orten war ich auch 😉 :

From Sydney to Noosa : https://youtu.be/qh9-TIUZBdg

From Noosa to Airlie Beach : https://youtu.be/0jIQxirBX9s

 

 

Capricorn Caves

Mittwoch, 08.05.2019

Der heutige Tag bestand vor allem aus fahren, fahren, noch mehr fahren. Zwischendurch warteten die Capricorn Caves auf mich, denen ich erneut einfach nicht widerstehen konnte. Da es ein trockenes Höhlensystem ist, gab es kaum Stalagmiten und -titen, jedoch waren die kuppelförmigen Höhlenräume durchaus beeindruckend. Am Meisten beeindruckt hat mich die Cathedral Cove, in der Musik abgespielt wird, um die tolle Akustik zu zeigen. Man hat ein geniales Lied in einer tollen Version gewählt, und ich war einfach hin und weg. Egal wie rum man seine Ohren drehte und wendete, der Schall kam gleichmäßig von überall. Ich war begeistert.
Auch gibt es hier kleine Fledermäuse, die man laut schnattern hören konnte und die im Affentempo an einem vorbei gehuscht sind. Zudem konnten wir genießen, dass wir auf jahrtausendealter, festgetretener und verdichteter Fledermauskacke standen, wer hat das nicht gerne?
Jedoch war die Führung nur eine kurze Stunde lang und dafür mit $35 echt heftig. Da war ich in schöneren, längeren Höhlen für weniger. Aber egal, in meinen Ohren klingt immer noch der Song in der Cathedral Cave nach, und dank App weiß ich auch, welcher Song das ist!

Agnes Water

Dienstag, 07.05.2019

Wie bereits gestern angedroht, ging es heute noch vor Sonnenaufgang aus dem Bett und zurück nach Elliott Heads, wo ich mir nun den Sonnenaufgang anschaute. Da ich sowieso weder Brot, noch Milch oder Yogurt für mein Frühstück hatte, ließ ich dies gleich ganz ausfallen und machte mich auf zu den unweit entfernten Barolin Rocks, wo es eine super Dive und Snorkel Site gab, die von Land erreichbar war. Erst zweifelte ich, da trotz ruhigem Meer einige Unruhen nahe der Steine waren, jedoch machte ich mich dennoch auf. Der Weg rein war grauenhaft, gerade mit meinem schmerzenden Zeh über die Steine zu klettern und je weiter man im Wasser war, desto weniger sah man, wo der Fuß landet und zudem wurfen einen die Wellen über die Steine. Irgendwie quälte ich mich dann aber dennoch rein, wo ich dann meinen Zeh in enge Flossen pressen musste 😢. Am Ende konnte ich meinen rechten Fuß beim Schwimmen null gebrauchen, der Druck dabei war einfach zu stark. Einbeinig tauchte ich also vor mich hin. Die Stelle war wirklich gut, mit Schnorchel konnte ich Korallen sehen, die ich sonst nur mit Flasche gesehen hatte. Schöne Hartkorallen verteilten sich auf dem Boden. Aufgrund der Tauchtiefe und meiner Einbeinigkeit hatte ich natürlich nicht so viel Zeit und Schwimmkontrolle, um groß Fische zu beobachten, doch die Korallen waren auch so toll. Da mir jedoch die Zeit und damit Nervosität im Nacken lag, ging es recht schnell wieder zum Ufer, wo ich mich kurz abduschte und für meine 2-stündige Fahrt nach Agnes Water bereit machte.

Die Fahrt verlief planmäßig und gab mir noch geradeso genügend Zeit, mich auf das kommende vorzubereiten : Surfen lernen!
Nun ist es so, dass Surfen selbst mich nicht sehr interessiert. Zu häufig sehe ich eine Armada an Surfern im Wasser vor sich hinpaddelnd, auf die perfekte Welle wartend! Ich hab nicht viel Geduld, und kalt wird es auch. Jedoch bin ich in Australien und der Anfängersurfkurs wird hier auch mal für $20 verschachert und deswegen dachte ich mir, als Erfahrung kann ich es wenigstens mal mitnehmen. Der Erklärbär schrie uns dann auch die ersten Safety Regeln entgegen und ich wunderte mich, warum er so laut sprach. Naja, nachdem unsere 30 Köpfe starke Mannschaft dann am Strand war und wir erfuhren, wie man nun surft (bzw. ging es ums aufstehen, am Anfang heißt es von der Welle zur Küste schubsen lassen - aber eben von der liegenden Position zur Stehenden zu kommen) und ich verstand die Brüllerei. Das Meer ist halt verdammt laut und die einstige Brüllerei war nun geradeso noch zu verstehen. Nach einer kurzen, trockenen Aufstehübung ging es dann auch schon ins Wasser. Im Liegen wird rausgepaddelt, ne Kurve gedreht und zu einem der drei Lehrer hingepaddelt. Er gibt dir dann das Timing vor, sowie einen Schubs um Geschwindigkeit zu bekommen. Bist du zu langsam, schwimmt die Welle nur unter dir vorbei. Und das ist auch, was beim Surfen anstrengend ist - die ganze Paddelei. Denn einmal zu Ende gesurft, muss man wieder raus ins Wasser (die Profis surfen ja so halbwegs parallel mit der Welle, aber das sind echt nur die Profis!).
Tatsächlich stellte ich mich gar nicht so doof beim Aufstehen an, all der Wassersport (sowie Snowboarden) machte sich auch hier bezahlt. Mein größtes Problem war mein verdammter Zeh! Denn der Aufstehprozess fängt so an, dass man auf dem Bord liegt (und paddelt, um Geschwindigkeit zu bekommen), dann die Zehen aufstellt !!!, sich mit den Armen auf Brusthöhe hochdrückt, den dominanten Fuß hinten aufstellt und den anderen nach vorne holt. Die Bewegung muss natürlich schnell, flüssig und geschmeidig kommen, dann bringt man das Board auch nicht aus der Balance. Doch Fuß aufstellen - die Zehen ins Board drücken - war ein wenig ein Problem. Am Ende stellte ich meinen Fuß immer schief, sodass meine kleinen Zehen stärker belastet waren und mein verwundeter Zeh eben kaum. Dies funktionierte ganz gut, doch eine frühzeitige Planung war da wichtig, damit ich den Fuß richtig positioniere. Ein paar Wellen gegen Ende hab ich verpasst, weil man plötzlich schrie "Paddeln, paddeln" und ich aber meinen Fuß nicht richtig aufgestellt hatte. Lustig war auch, als mich beim Anpaddeln zum Lehrer eine starke Welle erwischte und der Lehrer am Ende nur aus dem Weg sprang und mich meinem Schicksal überließ - all das Paddeln für nix ....
Ach, und hab ich schon erwähnt, dass viel paddeln involviert war? Jaaaaa ..... Am Ende gabs nen Zertifikat, das nur hübsch ausschaut (man braucht es nicht) und eine Fotografin hatte währenddessen Fotos gemacht. Da das Angebot echt gut war - $20 für alle Fotos - wollte ich es diesmal sogar annehmen .... habe es nach der Dusche, Einlauf und dem Mittagessen aber vergessen 😓.
Schade, schade, ich soll wohl auch immer toll gelächelt haben beim Surfen.

Danach fuhr ich zu Miriam Vale, wo Pakete auf mich warteten. Endlich habe ich meine Lieferungen, yay. Alles war angekommen, nur die Nachsendung eines Pakets nach dem Fehler bei einer vorherigen Sendungen war natürlich nicht da ....
Eigentlich wollte ich nun zum Carnavon National Park, 500km Inland. Doch habe ich bei der Planung einen Tag zu wenig zur Verfügung gestellt, und für nur einen Tag eine 5h Fahrt, 500km wollte ich dann doch nicht machen (ich musste ja auch wieder zurück). Sodass ich also entlang der Küste bleiben werde.

 

P.S. Ein Stückchen hinter Agnes Water liegt ein Dorf namens 1770. Ja, eine Zahl ... Manchmal ist sie ausgeschrieben, manchmal stand "Township of 1770" dran. Captain Cook ging beim Erkunden solangsam die Namensgeber oder andere Eingebungen aus, weshalb er auf diese Grandiosität kam. Jedoch weiß ich noch nicht, für was 1770 steht. Denn Cook hat erst im 19.Jhdt das Gebiet erkundet und eine Zeitangabe kann es auch nicht sein, gibt ja keine 70 Minuten (mein Dropbear Guide meinte was von wegen "Hat Cook auf die Uhr geguckt und es einfach 17:70 genannt"). Man sieht also, europäische Namensgebung vom Feinsten.
(Nachtrag : James Cook wurde im 18. Jhdrt geboren und starb auch darin. Ich weiß nicht ob mein Guide falsche Daten im Kopf hatte oder ich was falsch verstanden habe, aber 1770 ist James Cooks Anlandungsjahr in Australien.)

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