Autoverkauf geht los

Dienstag, 22.08.2017

Nun heißt es nur noch, auf nach Auckland. In einem Vorort fing ich nun an, mich für den Autoverkauf vorzubereiten. Announcen aufgeben, Zettel ausdrucken, Wäsche waschen, etc. Zu allem Überfluss merkte ich, dass ich bereits in diesem Monat ne neue WoF brauchte, also ab zur Werkstatt und Geld ausgeben. Ne Glühlampe, irgendwas an der einen Reifenaufhängung und die Handbremse neu einrichten, byebye $300. Wenigstens hab ich nun den TÜV wieder für 6 Monate, weit besser um das Auto zu verkaufen.

Auch die Wäsche wurde recht teuer, da ich meinen Daunenschlafsack und die Jacke nach einem Jahr Intensivbenutzung doch auch mal waschen wollte. Immerhin gibt es hier eine kostenlose warme Dusche 😀. Jedoch muss man das Ekelgefühl ein wenig zurückdrängen, denn diese Dusche gehört zu einem Toilettenkomplex an einem Sportpark und wird von einigen Obdachlosen/Geldsparern zusätzlich zu den Backpackern genutzt - und einige davon sind einfach Dreckschweine. Rasierer, Shampoo und n halber Haarschopf sammelt sich an, nebst normalen Gebrauchsspuren. Und gereinigt wird das ganze wohl höchstens 1x in der Woche. Ignorieren, nicht hingucken, und kostenloses Wasser genießen. Wäre da nicht noch ein weiteres Problem. Es gibt hier einige Toiletten, die dir nicht mehr als 10min Zeit geben und nach Vorwarnungen einfach die Tür öffnen - ob du noch am Kacken bist oder nicht. Schlimm genug mir sowas von ner Toilette vorschreiben zu lassen (auf solchen Toiletten ist man eh nicht gerne länger als nötig ....), doch die Dusche setzte da noch eins drauf. Nach 5min geht die Tür ohne Vorwarnung einfach auf und überlässt dich den Blicken von außen .... super .... 🛀

Mt. Karioi oder nicht? (keine-Bilder-Edition)

Sonntag, 20.08.2017

An diesem ausnahmsweise recht schönen Tag fuhr ich zuerst zu einem Hot Water Beach, doch konnte ich die heißen Stellen nicht wirklich finden (nur lauwarm, aber dafür wollte ich mir das nicht antun), genoss aber dennoch den wilden Strand und die Sonne. Entsprechend habe ich es dann nur noch zum Bridal-Veil-Waterfall geschafft, der weniger wegen dem Wasserfall selbst, sondern eher wegen dem Setting toll aussah. Der Stein hatte ein bisschen eine Höhle gebildet, war 55m hoch und der Gesamteindruck war einach unglaublich toll.

Doch sah der nächste Tag wieder richtig schlecht aus, Regen, Regen, Regen. Ich wollte gerne einen längeren Hike auf einen Berg machen, doch entschied ich mich dagegen. Die Aussicht versprach nicht toll zu werden und der Regen ist unangenehm, doch das Schlimmste : der Pfad soll wohl verdammt matschig sein. So fuhr ich nur nach Raglan, genoss eine Portion richtig gute Fish&Chips und sah mich in dem irgendwie ziemlich gemütlichen Dörfchen um.

Doch dann die Überraschung : Der nächste Tag war supertoll. Kein Wölkchen am Himmel, Sonne pur. Nach kurzem Zögern fuhr ich nun doch nochmal zum Mt. Karioi zurück und nahm endlich mal wieder eine gute Aussicht mit. Der Pfad machte mir sehr schnell deutlich, gestern die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Matsch pur! Das war wirklich schlimm, man versank regelmäßig mehrere Zentimeter im Schlamm, rutsche hin und her und saute sowohl Schuhe, Hosen als auch Hände ein (beim verzweifelten Versuch, sich festzuhalten oder abzustützen). Davon abgesehen war der Hike jedoch ziemlich cool, einige Stellen zum Klettern dabei und aufmerksamen Ersteigen. Auch die Aussicht war sehr schön, die Küste entlang und ins (eher öde) Hinterland mit der Farmfläche.
Nur muss ich nun wieder runter .... bitte ohne mir die Beine zu brechen ... auch wenn meine Klamotten und Haut wohl nicht vor noch mehr Dreck sicher sind. 😧

Waitomo Haggas Honking Holes (keine-Bilder-Edition)

Freitag, 18.08.2017

Nun ging es mal wieder ab zu den Höhlen! Denn Waitomo ist eine Region aus Sandstein, und wo Sandstein ist, da gibt es unzählige Höhlen. Doch ist es gar nicht so einfach, diese Höhlen zu nutzen. Denn in dieser Region gehört den Farmen auch das Höhlensystem, was sonst eher unüblich ist. Doch nachdem sich die Bauern beschwerten, weil ihr Vieh dauernd in die offenen Höhlenzugänge fiel und der Staat nicht für die ganzen Zäune zahlen wollte, um die Eingänge abzusichern, übertrug er den Besitz und die Verantwortung an die Bauern - damals wohl ein Grund zum Fluchen, ist es heute ein unbeschreibliches Gut. Denn die Firmen, die die Höhlen als Touristenattraktion vermarkten wollen, zahlen nun teure Rechte an die Bauern. Und diese können sich wohl ordentlich die Hände reiben. So gut, dass manche Bauern sogar ihr Vieh aufgeben und nur von den Höhlenabgaben leben können.

Meine Tour war die Abenteuertour in die Haggas Honking Holes. Nachdem ich mich eher schlecht als recht in die Wetsuit gequält hatte (meine Oberschenkel waren zu fett und ich konnte den Anzug nicht komplett nach oben ziehen, was mir ein paar cm Schrittfreiheit nahm und das Laufen/Bein anheben noch um Einiges erschwerte), ging nach einer kurzen Erklärung der Spaß auch schon los. Abseilen in schwarze Nichts, während ein Wasserfall von oben einen einseift! Krauchen, zwängen, quetschen, klettern und drücken, das waren unsere Haupttätigkeiten. Superenge Stellen, wo ich echt erstaunt war, wie gut die größeren (und auch bissl breiteren) Männer hindurchkamen - Schwanger durfte man da definitiv nicht sein! Mit nur recht primitiver Technik kam man an Stellen hinunter, die sonst nur ein bodenloser Abgrund (mit Wasserfall!) waren. Bei scheinbaren Sackgassen musste man sich nur auf die winzigen Spalten einlassen, die mit Drehen und Wenden plötzlich größer wurden (zweideitige Gedanken bitte abschalten, Dankeschön!) und um wieder nach oben zu gelangen, gab es dann entweder Kletterstellen (Sandstein ist supergut Rau und damit sehr einfach zum erklettern!) oder Leitern. Das ganze Höhlensystem ist gute 6km lang und man benötigt wohl locker 10h, um dort durchzukraxeln. 10 anstrengende Stunden, da die Neoprenanzüge ziemlich viel Gegenwehr aufweisen. Doch wir durchquerten nur knapp 500m. Es ist wirklich ein geiles Erlebnis, auch wenn das lange Rumstehen beim Warten auf den Rest der Gruppe  ziemlich auf Hände und Füße geht - Höhlenwasser ist kalt!

Anschließend ging es noch zur Mangapohue Bridge, einer natürlichen Brücke oder auch Bogengewölbe. Hier hat sich ein Fluss durch eine Höhle gegraben, dessen Decke irgendwann zusammen gekracht ist - mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts. Und dieser Abschnitt bildet nun ein beeindruckendes Gewölbe, ähnlich dem Moria und Oparara Arch auf der Südinsel. Auch der Maropoka Wasserfall war recht beeindruckend, hoch UND breit.

Nun übernachte ich an einer Tankstelle/Tante Emma Laden, der kostenfrei einen Campingplatz anbietet. Super ❤.

Die Bilder links sind von der Höhlentour (eigene Kamera war verboten) und die rechts gehören noch zu Fiji. Die oberen sind die Si-Lau-(oder so) Höhlen

Hairy Feet Tour (keine-Bilder-Edition)

Donnerstag, 17.08.2017

Heute besuchte ich die Hairy Feets - und alle Fans sollten wissen, wer damit gemeint ist! Denn hier hinten war die Hobbit-Filmlocation des Trollwaldes, wo Bilbo die Trolle hereinlegt und Stich erhält.
Aufgrund des sehr steinigen Geländes, war dieser Ort nicht das optimalste Schaffarmgebiet, aber ein wunderschönes Stück Natur. Deswegen überlegten die Besitzer bereits, ob sie es als Touristenattraktion vermarkten könnten. Zur rechten Zeit suchte nun aber Peter Jackson seine neuen Orte für den Hobbit und entdeckten dieses schöne Stück Fläche. Gesagt, getan, fingen nun die umfangreichen Bauarbeiten an, um ein Set hier drauß zu machen, während die ganze Familie begeistert alles beobachtete (während der Dehzeiten bekamen die Kinder sogar schulfrei, um das alles miterleben zu können 😄).

Eine riesige, wunderschöne Klippe im Hintergrund, felsiges Gelände und nur wenige Meter dahinter ein purer, wunderschöner Dschungel.
Die Besorgnisse, dass Bäume gefällt werden würden u.ä. wurden schnell verstreut, denn statt die palmenähnlichen Farne zu fällen, wurden sie am PC einfach rausgenommen. Hier hat man die meisten Sachen (wie z.b. die Hütten) aus Styropor hergestellt, doch waren die Leute auch super begeistert, als sie die hand gefertigten, uralten und halb verfaulten Zaunüberreste des Großvaters der Farmerfamilie entdeckten. Während das sehr unangenehme Styroporgelumpe wieder entfernt werden musste, wurden die Echtmaterialien auf dem Grundstück belassen. Szenen von der Trollbegegnung, Radagasts Erscheinen und die Jagd der Warge wurden hier gedreht. Auch die Tollhöhle (von außen) steht hier, nachdem man mit dem künstlich nachgestellten Stein nicht zufrieden war und Mutter Natur eine super reale Version zur Verfügung stellte.

Wie immer war es unglaublich, Einblicke in die logistische Seite zu bekommen. Viele Leute, beengter Platz und der Versuch, Natur möglichst unbeschadet zu hinterlassen. Auch die erneuten Jobbeschreibungen waren toll, so gab es hier offizielle Graskämmerer, die aufgrund des mehrmaligen Szeneaufnehmen die plattgetretene Wiese immer wieder "wild" hochkämmen mussten.
Lustig war auch die Story mit der Helikopterkamera. Denn immer wenn der Helikopter landete, rannten eine handvoll Menschen aufgeregt zu diesem hin : Um den Helikopter zu checken? Nein! Denn die Kamera am Helikopter war um einiges mehr Wert als der Helikopter selber und die Aufregung groß, dass diese ja nicht beschädigt wird. Auch waren der Helikopterpilot und andere Kameraführer die selben Leute wie aus Herr der Ringe, um den selben "Fingerabdruck" beizubehalten. Tja, manchmal ist so ne Detailgenauigkeit schon verrückt - aber es zahlt sich aus.
Ansonsten war der gute Torin Eichenschild wohl auch im echten Leben eine eher miesmürrische, unsoziale Person, die nie so ganz zu dem Team dazugehörte. Und die Schauspieler stapften in sauschwerer Montur die grausamsten Pfade entlang - schwitzen ist da Standard. Gar nicht so einfach zu verstehen/sehen, wie anstrengend dieser Job sein kann.

Diese Tour war stark verknüpft mit der landschaftlichen Schönheit und auch das Farmerleben wurde erwähnt. Interessant fand ich z.b., dass die Schafswolle fast gar keinen Gewinn abgibt, häufig ist man sogar froh, wenn man mit dem Verdienst den Schafeschärer abbezahlen kann. Doch würden die Schafe ansonsten unter ihrem Fellkleid schlicht ersticken, also ist es nötig. Dieses starkes Wachstum kann man jedoch auch nicht so einfach rauszüchten, weil man nicht so recht kontrollieren kann, was man sonst noch ungewollt rauszüchtet - Resistenz gegen das feuchte Klima, das "Gute-Mütter"-Gen oder die gesunden Hufe. Also lässt man die Wolle wachsen - und versendet sie nach China für billige Kleidung?

Kopfloser Elefant (keine-Bilder-Edition)

Mittwoch, 16.08.2017

Morgens ging es nun frisch mit der Ebbe zu den 3 Schwestern, sowie dem Elefanten. Die hiesigen Sandsteinformationen wirkten irgendwie fast alle wie Elefanten, jedoch gab es einen einzeln Stehenden, der ziemlich bekannt war. Die 3 Schwestern sind einfach drei hohe "Pfeiler", die hintereinander stehen und um den Elefanten näher zu begutachten, musste ich durch oberschenkelhohes Wasser waten. Jedoch hat es den armen Elefanten böse erwischt beim Erdbeben von Kaikoura und er verlor seinen Rüssel. Es brauchte lange, um den ehemals sehr gut erkennbaren Elefanten da wieder hinein zu interpretieren und ich bin der Meinung, dass er mehr als nur den Rüssel verloren hat. Schade, schade, da kam ich ein paar Monate zu spät. Und so verabschiedete ich mich vom kopflosen Reit.... äh Elefanten und fuhr weiter die Küste entlang und zum Beach tunnel. Denn hier hatte man einen Tunnel durch die Steilküste zum dahinterliegenden Strand gebuddelt. Drei Farmer schufen diese Besonderheit, um ihr Vieh entlang des einfacheren Strandes zu führen, statt den sehr beschwerlichen Weg über die Hügel zu nehmen. Dieser Tunnel führt nun zu einem wunderschönen und ruhigen Stück schwarzem Strand, der sehr wild, isoliert und rau aussah - ein Stück Himmel.
Ansonsten verbrachte ich den Rest des Tages mit fahren und der verzwifelten Suche nach Internetverbindung. Denn hier hinten im Nirgendwo war die Hairy Feet Tour und die Waitomo Caves standen direkt danach auch an - ich sollte also mal Tickets bestellen.

Kein Blick auf Mt. Taranaki (keine-Bilder-Edition)

Dienstag, 15.08.2017

Mit Sonnenschein fing der Tag an, doch obwohl er sehr wechselreich war (Sonne, Regen, Sonne, Regen), blieb mir leider ein guter Blick auf den Vulkan Taranaki verwehrt. Dieser einzelstehende Vulkan ist umringt von Flachland und befindet sich in den Resten eines dichten Waldes. Entsprechend lange ist es wohl her, dass er ausbrach, doch leider war die I-Site geschlossen und Informationen damit nicht vorhanden. Auch hätte ich gerne den Hike drum herum gemacht, doch der Vulkan war in so dichten Wolken (obwohl es ein vergleichsweise guter Tag war!), dass ich den dennoch sehr nassen Weg und aufgrund von Regen zu schwierigen Flussüberquerungen nicht ausgetestet habe. Sehr schade, wenigstens ein gutes Foto wollte ich haben. Also ging es recht flott weiter nach Norden, wo die 3 Schwestern und der Elefant auf mich warteten .... aber natürlich die Flut den Weg versperrte. Jetzt werde ich hier wohl nächtigen und hoffen, dass niemand vorbei kommt, um morgen früh die nächste Ebbe auszunutzen.

Ab nach Norden (keine-Bilder-Edition)

Montag, 14.08.2017

Nun geht es endlich wieder weiter und auf nach Norden, immer der Westküste entlang. Auf meinem Weg hab ich erstmal noch ein paar Lookouts mitgenommen. Trotz permanentem Regen hatte man wenigstens ein bisschen Sicht. Auf dem Weg nach Bulls habe ich dann noch einen Hitch Hiker aufgegabelt ..... der gute 50km gehitch hiked ist, um Gras zu kaufen 😒. Tja, sowas weiß man nicht vorher .... (und ja, dann hätte ich ihn im Regen stehen gelassen).
Bulls selbst ist an und für sich kein besonderes Dörfchen, außer dass ein paar Flachwitze verteilt sind. So gibt es hier einige richtungsweisende Schilder zu Orten, die amazing-a-bulls sind. Von Toiletten (Relieve-a-bull), der Polizei (const-a-bull), Parkplätzen (Park-a-bull), der Bibo (read-a-bull) bis hin zu Umzugshelfern (transport-a-bull). Was für jeden dabei und zumindest ein gutes Schmunzeln wert.

In Whanganui habe ich mir noch schnell den Durie Hill Aufzug angeschaut, der gebaut wurde, um den Aufbau der Stadt voran zu treiben (halt oben auf nem Hügel).
Ansonsten bin ich noch bis nahe zum Mt. Taranaki gefahren. Hier gibt es einige freie Campingspots (mitten in der Stadt ein paar Parkplätze), doch sollte man bei der Auswahl vorsichtig sein. Die urst kriminelle und ultracoole Jugend mag solche Leute nicht und nutzt ihre rar gesääte Zeit, um das Dorf vor Campern zu schützen ..... mit lauter Musik, Rumgegrölle und wohl auch gewaltätigen Akten gegen unschuldige Autos (in denen die Camper ja drin sitzen/schlafen). An einem solchen Spot hatte ich auch ein wenig Internet genossen und das Schauspiel mit angeschaut (nur dass keine Camper da waren). Tja, was soll ich sagen, nicht nur die deutsche Jugend hat einige Idioten, die mit ihrer Zeit nix anzufangen wissen. Und ich hoffe, dass unsere Leute nicht SO durch die Gegend fahren ....

Ich habe die Toilette direkt daneben nicht genutzt, wollte mein Auto geschlossen und ohne eingeschlagene Scheibe haben und fuhr später zu meinem ausgewählten Campingplatz, der um einiges ruhiger war. Danke an die Kommentarfunktion, hilft sehr sowas im vorhinein zu wissen.

 

 

P.S. Und schon wieder Technikprobleme .... meine Schnellaufladung funktioniert niicht mehr (Riesenproblem bei so nem Energieschlucker) und da ist die Datenübertragung auch mit Hopps gegangen. Jetzt bekomme ich erneut die Fotos nicht mehr auf mein Tablet .... Ich werde wohl erst in Australien mir ein Ersatzteil beschaffen und es eigenhändig reparieren, ist wohl nicht allzu schwer.

Pokemon Go Fieber

Mittwoch, 09.08.2017

Glücklicherweise waren meine Schlüssel vorhanden und mein Auto auch, sodass ich um 2Uhr tatsächlich auch in meinem Bett schlafen konnte. Am ersten Tag meinte es Neuseeland noch gut mit mir, die Sonne schien und ich gammelte großteils rum. Doch dann fiel mir ein : Pokemonjagd! Es gibt ja ein 3 wöchiges Event, um die legendären Pokemon zu jagen, jeweils eines davon für eine Woche. Das erste (Arktos) war für mich verloren, da es meine erste Urlaubswoche war. Doch das zweite (Lavados) ging noch .... einen Tag! Mist verdammter, nix rumgammeln, los geht es! Zwar brauchte ich eine Weile, um herauszufinden, wie man sich organisiert, doch dann war ich echt begeistert. Mittels Apps/Facebook u.ä. wird sich für Gruppenkämpfe gesammelt, man braucht nämlich wenigstens 6 Leute, um ein solches Pokemon zu besiegen und dann zu fangen. Ob nun direkt vor einem Gebäude oder irgendwo im Nichts, stehen sie dann zu Hauf herum, glotzen auf ihre Smartphones und sprechen Pokemon-Fachlatein.

Bereits von weitem erkennt man sie und ist gleich ein Teil der Gruppe, das Ziel das Gleiche - Catch 'em all! Ich habe n Haufen Leute kennengelernt in dieser kurzen Zeit, viel gequatscht und neue Orte in Wellington kennengelernt .... während ich mit dem Parkplatzproblem kämpfte. Und genau dafür ist diese Art des Spieles gemacht, raus gehen und andere Spieler treffen! Häufig fragten uns Leute, warum hier im scheinbaren nix plötzlich so viele Leute rumstehen, und häufig genug war es auch durchaus problematisch. Gerne braucht man sehr schnell sehr nah einen Parkplatz oder steht halt mit einer großen Gruppe mitten auf dem Fußweg, blockiert Zugänge usw. Wir alle waren an die Position des GPS Signales gebunden und gaben unser Bestes nicht zu sehr im Weg zu stehen, doch der Platz war gerne mal begrenzt. Aber kaum 10min später, war auch alles schon wieder vorbei und die Jagd zum nächsten Ort begann. Wenigstens vom dritten Legendären (Zapdos) bekam ich dann einige Exemplare und das Wetter meinte es ab und zu auch mal gut mit uns, aber auch Regen stoppte uns nur mäßig.

Ansonsten verabschiedete ich mich nun erneut von Mark, mein letzter Aufenthalt hier in Wellington. Bald geht es auf nach Australien .... wo ich dann endlich das blöde Kangama bekomme, dass es scheinbar nicht in Neuseeland gibt .... dafür momentan wegen eines Events in Europa 😠. Ich hasse euch alle!!!!

Nadi und Heimreise

Sonntag, 06.08.2017

Kurzerhand fragte ich nun nach, ob ich die Fähre am Morgen nehmen kann und damit ein bisschen Zeit habe, mich in Denarau umzugucken. Glücklicherweise klappte das auch, auch wenn diese Fähre 2h brauchte, statt nur 45min. Dafür konnte ich mir noch ein paar der anderen Mamanuca Inseln von Weitem anschauen. Jedoch hatte ich am Hafen das Problem, dass ich mein Gepäck nicht abstellen konnte bis zu meinem Bustransfer um 6. Am Ende riskierte ich es, meinen Rucksack einfach versteckt hinter einem Trafohäuschen zu parken. Die Gegend war gepflastert mit riesigen, ultragepflegten Resorts, sowie einem ziemlich großen Spaßbad. Ich unterhielt mich mit einem jungen Fijianer, der flüssig in Englisch war, aß mein nicht so tolles Lunch-to-go (billiges Lamm und Bratwürste 😫😖) und gönnte mir stattdessen noch ein Crêpes. Am Ende blieb doch einiges von meinem Geld übrig, meine erhoffte Jetski/Unterwasserhöhlentour war in Ermangelung des Jetski um einiges günstiger.

Zum Glück war mein Rucksack wo ich ihn abgestellt hatte und zum Abend ging es dann wieder zur Smugglerscove .... wo ich dann statt meinem gebuchten 4-Bett Zimmer ins 16-Bett Weiberzimmer verlegt wurde ... bitte wie? Preislich waren sie zwar identisch, aber wo ich auf die Geschlechtertrennung sch*, ist mir die Anzahl der Leute im Zimmer durchaus wichtig. Da ich dies aber erst spät mitbekommen habe (nachdem ich sagte, dass es kein Problem ist mich ins All-Girls-Zimmer zu schicken), hielt ich die Klappe, hielt meine Nase aufgrund stickiger Luft (zu viele Leute sind durchs Bad gehuscht) zu und unternahm lieber noch einen nächtlichen Spaziergang am superfeinen Sandstrand .... wo 10 Leute mehr Party machten, als auf der tollen Partyinsel (wo es wohl fast immer ähnlich tot ist, nur in den 6 Wochen Springbreak ist es heillos ausgebucht).

Nun darf ich noch den sinnlos langen Heimweg antreten .... es dauert 3,5h von Fiji nach Neuseeland, aber ich fliege 3,5h nach Brisbane (Australien), um dann wieder 3,5h nach Neuseeland zu fliegen .... also ein hübsches Dreieck .... so dumm. Und meine angebliche Mahlzeit scheint auch nicht dabei zu sein. Beim nächsten Mal muss ich mir sowas genauer aufschreiben, statt "aber war da nicht .... ?" zu spielen. Nach dem Einchecken fiel mir dann noch auf, dass meine Autoschlüssel nicht im Handgepäck sind .... ganz doof. Ich hoffe nur sie sind tatsächlich in meinem Hauptgepäck. Ansonsten steh ich um 1Uhr morgens heimatlos in Wellington .... hachja, wenn mein Kopf nicht angewachsen wäre ....

Beachcomber .....

Freitag, 04.08.2017

Nun stand meine letzte Station an - die Partyinsel Beachcomber. Hier hatte ich nun 6 Nächte gebucht, da hier der einzige Ort war, wo ich Kiten konnte. Doch meine anfängliche Freude erstickte sehr schnell .... der "Anfänger"spot war ein Graus für Anfänger. Nur eine Seite war Sandstrand und damit vernünftig nutzbar zum Kiten ... und damit natürlich auch die Stelle, wo sich die Leute zum Sonnenbaden tummelten. Trotz enormen Risiko (und dummer Leute, die näher kamen statt Abstand zu halten) versuchte ich ein paar Mal den Kite zu starten und merkte schnell, dass selbst mit Erläuterungen das Ganze eher schlecht funktionierte (man braucht halt einen Helfer zum Starten). Außer mir (ein paar Schrammen) ist zum Glück nie was passiert, aber wohl fühlte ich mich dabei nicht. Bei den ersten zwei Versuchen musste ich einsehen, dass der Wind von der falschen Seite blies (zu viele Steine und der Kite wäre über Bäumen und Hütten geflogen), doch auch die richtige Seite stellte sich als Flopp heraus. Nebst der Tatsache, dass der Kite nun über den Köpfen der Leute flog, erzeugte der Wind so starke Wellen, dass ich einfach nur ersoff. ....Soweit zu meinen 6 Nächten hier.

Ich hab mich stark geärgert, war die Zeit hier auf Beachcomber damit verschwendet. In dem Versuch das Beste draus zu machen, zwängte ich mich sogar unter das Partyvolk ..... ähm, hallo? Partyvolk? Wo bist du? Von den ca 30 Leuten in der ersten Nacht waren nichtmal 10 nach dem Dinner noch vorhanden, der Rest schlief .... Zum Glück schloss ich mich frühzeitig der lautesten Gruppe hier an, 2 Geburtstagsleuten und zwei weitere Partylustige, und sie machten auch den meisten Lärm. Doch ne handvoll Leute macht keine Party aus - hinzu kam grausige Musik (die wenigen guten Lieder in einem grausamen Remix vergewaltigt), Nachtbadeverbot und .... tja, nix weiter. Fleißig (und mit viel Alkohol) hielten wir durch, doch enttäuschend war das ganze schon. In manchen Nächten wurde es ein bissl lebhafter, ein älterer, sehr sozial offener Herr, unterhielt uns mit Storys (Kolonialisierung Australiens, Kriegsgeschehen, etc), eine Tanz- und Feuershow oder nicht stattfindende Tanzwettbewerbe. Das Beste war wohl die Karaokeshow .... die man mittendrin und voll mit Spaß und mutigen Leuten frühzeitig unterbrach, um den "Gewinner" bekannt zu geben .... Sch* doch auf den kostenlosen Drink! Lasst den Spaß weiterlaufen! Man .... wie doof kann man sein? Das einzig Gute war, dass die Frau danach den DJ gemacht hat und die Musik ein bisschen besser wurde.

Eigentlich schon alles traurig, wie man die Bude hier verranzen lässt. Natürlich hat der Beachcomber, 1960 als erste Insel hier eröffnet, mittlerweile viel mehr Konkurrenz, aber man hat sich auch nicht gerade Mühe gegeben, hier alles am Laufen zu halten. Mehr und mehr Familien besuchen die "Partyinsel" und richtige Partymacher sind woanders besser beraten. Schlechte Musik, kaum Leute, noch weniger Partyleute und Frühstück von 7-9 Uhr ..... yeahu 6 Nächte Party.

Was gibt es sonst noch? N 50€ Trip zu ner Bar, die auf dem Wasser schwimmt (Cloud 9), n 50€ Trip zur Castaway Insel (Robinson Crusoe Film mit Tom Hanks) und 60€ für im dreieck fahrendes Jetski. Nichts was mir das Geld wert wäre .... schon gar nicht der 700€ teure Tauchkurs, der auf Manta Ray nur 300€ kostete. Auch schnorcheltechnisch war es hier eher schwierig, musste man erstmal ziemlich weit rausschwimmen, um interessante Riffe zu sehen. Trotz allem habe ich ein paar coole Fische & Co gesehen - erneut einen Löwenfisch, Riffhaie, Stachelrochen, Nemo (aka Anemonenfische mit 2/3 weißen Streifen), Trompetenfisch, Seegurken (auch sandmarinierte Kackwürste genannt) und sogar eine Seeschildkröte! Leider machte ich den Fehler, den Rest der Gruppe auf die Schildkröte aufmerksam zu machen und der Fijianer fand es toll, die Schildkröte zu scheuchen ..... nachdem ich bereits andere Leute gestoppt hatte, mit ihrem Schnorchel den Löwenfisch zu scheuchen. Man! Nur gucken, nicht antatschen, scheuchen oder sonstwas! Als ich dann beim letzten Schnorchelgang einen größeren Fisch sah, der sich in einen Stein verbiss und diesen (mind. so groß wie er!) umdrehte, war ich dann irgendwie verwirrt .... Steine umdrehende Fische ....

Ansonsten musste ich mich noch mit dem sich professionell auskennenden Personal um meine kostenlose Massage streiten, die mir zustand laut Flyer (bei mind. 4 Tage Buchung). Erst mit Internetbeweis (danke Inet!) habe ich es bekommen, wenn auch statt Massage n 25€ Bargutschein. Wirklich professionell, da weiß man dann n bissl zu schätzen, wenn Hotels in den Händen westlicher Geldgeier sind. Die pflegen ihre Hotels besser und kennen ihre eigenen Angebote ..... meistens ....

Aaaarrrrggghh, ich will hier einfach weg! Ich hätte die Tage lieber auf Manta Ray verbracht und billig den Tauchkurs absolviert, als hier drauf zu warten, dass meine Zeit vorüber ist - in der Nacht von Musik auf der einen und Generatorlärm auf der anderen Seite wach gehalten (wobei ich die Musik noch akzeptieren kann, auch wenn man es hätte bissl besser lösen können mit der Raumplatzierung) und von christlichen Kirchengesängen am Morgen geweckt. Yeahu, Partyinsel!

 

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