Schon wieder nur Infos sammeln 😖

Mittwoch, 01.11.2017

Früh ging es los, gefrühstückt und dann erstmal meinen Reiseführer zur Hand genommen, um zusätzliche Routeninfos zu bekommen. Netterweise war es dann fast 12 als ich endlich loskam. Oder auch nicht ... Denn der Reiseführer zeigte mir, dass ich doch schon meine Rettungsmittel fürs Auto haben sollte. Doch welche? Stundenlang durchforstete ich nun das Internet nach Infos .... mal wieder. So n Zeug ist teuer und kann ganz schön viel werden, also lieber vorher wissen was ich brauch .... oder was mein Auto überhaupt nutzen kann/darf/sollte. Ein sehr beliebtes Rettungsmittel ist nämlich der snatch strap (Schnappgurt? Kenne das deutsche Wort dafür nicht), ein elastischer Gurt, der einem Gummiband ähnelt und dem Auto einen Ruck verpasst zum Freikommen. Jedoch ist das Ding auch saugefährlich, denn wenn die Halterungen reißen, kommen Geschosse geflogen, die schon so einige Leute getötet haben. Also musste ich erstmal herausfinden, dass mein Auto leider keine Rettungspunkte hat und auch kein stabiles Grundgestell, um solche anzubauen ... Super. Immerhin hab ich bei der googlesucherei auch endlich rausgefunden, wie mein 4WD funktioniert .... und dass es kein allzu hilfreiches System ist im Offroad. Das mein Auto kein fetter 4WD ist, wusste ich ja (wollte ich auch gar nicht), doch wieviel es mir am Ende hilft, steht wohl noch in den Sternen.

Auf jeden Fall habe ich jetzt nur ein Abschleppband, das ich über einen anderen Gurt auf 2 Zugpunkte im vorderen Teil des Autos verteilen kann. Doch noch immer brauche ich einen kleinen Kompressor, um Luft von meinen Reifen zu nehmen und wieder raufzupumpen (bei Sand sollten die Reifen fast platt sein um die Gripfläche zu erhöhen), sowie ein paar Maxtrax, im Endeffekt 2 Bretter, die ich unter die Reifen knallen kann, um eine grippige Unterfläche zu schaffen. Beides sauteuer, also würde ich gerne was Gebrauchtes finden. Also rauf auf Gumtree (den hiesigen google Kleinanzeigen) und Leute anschreiben. Damit hatte sich der Tag dann auch schon gegessen .... ich hasse es. Diese ganze Informationssucherei (ob im Internet oder in Geschäften) frisst so viel Zeit .... und Nerven! Bah!

 

 

P.s. Nun habe ich auch noch herausgefunden, dass ich wohl meinen Micro USB --> USB Konverter verloren habe, mitsamt einem 64GB USB Stick voller Filme .... und ich bin so k.o. von der ganzen Auto-ausstatten-Scheiße, dass ich mich nicht mal darüber aufrege ... obwohl ich keine Ahnung hab, wo ich den Konverter hier wieder herkriege (für Fotos von Kamera auf Tablet) und meine ganzen Filme auch vermissen werde .... juchei 😐
P.P.S. Zu allem Überfluss hat meine Bank auch noch Sch* getrieben mit dem Update der TAN App, sodass ich nun kein Geld mehr überweisen kann ... aber auch dafür krieg ich momentan kaum die Motivation auf, mich aufzuregen .... bis mir das Geld ausgeht.

Auf gehts endlich! Endlich?

Dienstag, 31.10.2017

Von Fremantle ging es nun entlang der Küste nach Süden. Doch zuerst machte ich einen schönen Strandspaziergang an Fremantles Küste, Sand unter den Füßen, kühler Wind und wolkenloser Himmel. Hachja, so schön kann es sein.
Der nächste Stopp war dann auch schon kurz darunter, der Woodman Point Park. Am Ende ein schöner, weitläufiger Park mit Strand, wo ich mir zum Mittag ein paar Bemmen schmierte und ein bisschen weiter auf die Kitesurfer traf! Kurz entschlossen packte ich auch mein Zeug aus, versuchte wieder ein bisschen die Basis reinzubekommen und beschädigte mein Board, als es mich in die Luft hob und leider am Strand wieder runterließ .... Super. Auch spüre ich noch immer meinen verstauchten Knöchel, der einfach nicht komplett heilen mag ... Deswegen machte ich auch eher leichte Sachen und verließ recht schnell das Wasser wieder - kein Risiko eingehen, kaputtes Board reicht ja schon.

Danach landete ich in Rockingham, der zweitgrößten Stadt Westaustraliens (glaube ich) und fuhr zum Point Peron. Eine hübsche Gegend mit einem Mix aus Sandstrand und kleinen Klippen. Auch geht hier eine sehr lange Brücke nach Garden Island rüber, jedoch ist der Zugang mittlerweile für die Öffentlichkeit verboten und das Militär genießt seine Privatinsel. â˜č

Peron Point (die vögel r.u. sind eigentlich ein schönes Gelb, aber ihre Position hoch oben im Baum war einfach zu bescheiden, um ein vernünftiges Foto zu bekommen)

Zum Abend ging es nun endlich mal wieder ins Kino : Thor - Ragnarok! Erstaunlicherweise verstand ich diesen Film sogar sehr gut, obwohl es mehr Konzentration braucht und ich die Namen total nicht mitbekommen habe 😁 Ich mochte echt diesen Steintypen, seine Sprache war einfach herrlich 😂😂.
Hier Schlafplätze zu finden ist reichlich schwierig, alle haben ihre Privatplätze auf dem Grundstück und ein einzelnes Auto sieht gern sehr verdächtig aus. Doch weiter im Süden kommen dann Unmengen von freien Campingplätzen.

StĂŒck, fĂŒr StĂŒck, fĂŒr StĂŒck ... đŸ˜©đŸ˜Ž

Montag, 30.10.2017

Obwohl ich mich heute endlich aus dem Hostel ausquartiert hatte, bin ich nicht sehr weit gekommen. Hatte heute nur schnell die Wasserkanister und die Gasflasche holen wollen (von denen ich bereits geschrieben hatte), aber wie immer ist eine Tagesaufgabe daraus geworden. Zum Abend bin ich wenigstens noch runter nach Fremantle gefahren, wo ich eine Parkplatzreihe kannte zum Übernachten. Das einzig Positive : ich hab eine tolle Toilette gefunden, die noch offen war, sauber (weil sehr versteckt), voll ausgestattet (sogar mit Spiegel) und mir auch noch Wasser aus einem Hahn zur Verfügung stellte, wo ich bequem meine Wasserkanister auffüllen konnte (und bemerken durfte, dass sie in liegender Postion undicht sind 😧). Wann kann ich denn endlich auf reisen? 😱😭

Kings Park

Sonntag, 29.10.2017

Da heute nun Sonntag war und alle Geschäfte geschlossen, nutzte ich den Tag um mir endlich den Kings Park anzuschauen. Mit Pokemon Go im Schlepptau schaute ich mir den bekanntesten Park in Perth an, genoss die Skyline zwischen den Bäumen und natürlich die Sonne, zusammen mit gut 30/40 anderen Pokemon Go-lern. Auch hier gab es einen frei zugänglichen botanischen Garten, der aber weniger danach aussah. Es gab immer von Steinen umrahmte Flächen, die die Pflanzen verschiedener Gebiete Australiens zeigten. Da es meist alles Gräser und eher farblose Büsche waren, zusammen mit Bäumen, stach nichts als besonders heraus und fügte sich ganz normal in den Park ein. Da muss ma schon eher ein Botaniker sein, um die feinen Unterschiede von Strauch A zu Strauch B zu erkennen. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Tag, nur vergas ich am Ende doch wieder, mir den Sonnenuntergang vom DNA Tower anzuschauen. Mist ....

Aussicht vom Kings Park

Endlich los? đŸ€”

Samstag, 28.10.2017

Und weiter geht es mit der Ausstattung. Nach meinem Brainstorming habe ich nun auch eine Lösung für mein Bettproblem gefunden, ähnlich wie bei einer Tür kann ich nun meine Bettbeine einfach rausnehmen. Mit der Matratze oben drauf zwar keine so einfache Sache, aber nunja. Die Matraze möchte ich jetzt auch gar nicht mehr kleiner machen, denn leider ist der Platz selbst für mich zu wenig. Nur mit vorgeklappten Sitzen habe ich meine Liegelänge .... als 1,60 Zwerg 😓. Auch der Platz innen ist nicht größer geworden, die Wasserkanister im Stehen zu hoch, im Liegen tropfend. Nur die Gasflasche hat sich ganz gut angepasst, doch das ganze Infos sammeln, welche Größe, welche Möglichkeiten hab ich, hat erneut viel Zeit gefressen (zusätzlich zu den muss-ich-zurückbringen-Aktionen), gerade auch die Elektronik (Autoladegerät mit mehr als 2 Anschlüssen, größere Powerbank um mehr Energie zur Verfügung zu haben, Kassettenadapter, der nicht arbeiten wollte) war ein Zeitfresser. Es ist wirklich krank, wieviel Zeit sowas verbraucht, wenn man nicht das Erstbeste kaufen möchte. Noch immer weiß ich keinen Platz für die Benzinkanister, aber die sind gerade auch nicht dringend. Danach hab ich noch zwei Tage an meinen Gardinen vollbracht, alles schöne Handarbeit ...

Doch nun endlich bin ich bereit, loszufahren. Mal sehen was als nächstes kommt ...

Bettbau

Dienstag, 17.10.2017

Nun wieder allein, nutzte ich die Zeit, mein Bett weiter in Angriff zu nehmen. Zuerst einmal quartierte ich mich bei bunnings ein, dem hiesigen Baumarkt. Mit Ikea Papiermaßband messen, rein, Holzleisten und Fuchsschwanz kaufen, raus, sägen. Messen, rein, nächste Holzleiste kaufen, raus, sägen. Rein, Schrauben und Winkel kaufen, raus. Oh man, das ist definitiv einfacher, wenn man ne Garage/Werkstatt oder einfach wenigstens ne Wohnung hat! Ich kann halt nicht alle (vermuteten) Materialien mit einem Mal kaufen und mir meinen Werkort Auto damit vollknallen, die Sitze sind mir schon genug im Weg. Über mehrere Tag (jaja, ich und früh aufstehen ...) bastelte ich nun an dem Bett herum. Bei einem größeren bunnings ließ ich mir dann die MDF Platte für die Bettoberfläche zurecht sägen und fand dort ein Maßband, dass wenigstens nur 3m lang war! Nun ging das Messen um einiges einfacher, aber ohne Wasserwaage (sauteuer und viel zu sperrig) war nur eine erhoffte Ebenheit möglich. Am Fußbereich kann man nun die Platte ein wenig anheben, um einfacher an den Stauraum dort drunter zu kommen, aber das war wirklich horror ohne eine zweite Person zur Unterstützung. Leider geht die Platte auch nicht so hoch, wie ich es gerne gehabt hätte, zudem kann ich die Beine nicht einklappen, weil der Platz von Kisten zugebaut ist .... Mist. Da muss ich mal mit Uwe, dem Freund meiner Schwester, brainstormen (was ein geiles Wort), wie ich das Problem lösen kann. Netterweise lieh mir zuerst jemand aus dem Baumarkt nen Akkuschrauber für die MDF Platte und dann später mein Hostel, sodass ich da auch durchkam mit den Schrauben.

Währenddessen fing ich langsam an, die Kisten und andere Dinge zu kaufen. Leider war das Bett für die geplanten Kisten im mittleren Bereich zu niedrig, sodass ich noch kleinere Kisten kaufen musste. Wenigstens waren die so schmal, das ich 2 nebeneinander reinbekam, da ich die Erhebung der Radkästen auch noch umgehen musste .... Oh man, viel Platz bleibt da nicht übrig. Kühltruhe um im Sommer meine Lebensmittel zu behalten, ne Box für das Geschirr, Gasflasche, Benzinkanister, Wasserkanister, 2 Ersatzautoreifen, Öl, Kühlungsmittel und eigentlich auch Rettungszeug fürs Auto, falls man doch mal stecken bleibt. Wo soll das nur alles hin? Die Dachbox ist mit Kite, 2 Stühlen und dem Zelt auch schon voll. Futter und Klamotten kommen in die (kleinen!) Kisten unterm Bett, wo ich zum Glück auch den Tisch unterbekommen habe.

Auch eine Matraze habe ich nun schon, made by ikea. Sie ist recht dünn, damit ich zum einen die Klappe vorne vernünftig hoch bekomme, zum anderen weil ich nur ca 1,60m effektive Liegelänge habe und die Matratzen 2,0m lang sind .... uffa. Vllt werd ich einfach was von dem Schaumstoff abschneiden ....

Das Bett zu bauen hat sich am Ende noch als recht einfach erwiesen, aber nach und nach alles benötigte zusammen zu sammeln ist irgendwie nervig .... Wo ist es am billigsten, was ist am effektivsten, was hat die meiste Qualität dabei, was hat die richtige Größe? Und wohin mit dem ganzen unnützen Zeug, wenn man dauernd Sets kaufen muss??? RAAAAAHHHHHH!!!!!!!

Und so vergeht die Zeit, obwohl ich permanent rumfahre (und ab sch* 5Uhr vor verschlossenen Geschäften stehe!!!) und viel Geld ausgebe, habe ich nicht das Gefühl voran zu kommen.

Meine dämlichen Sitze werde ich nicht los, auf dem Sperrmüll darf ich gut dafür blechen .... wenigstens habe ich ein paar gebrauchte 4WD Gummimatten nur für vorne bekommen, die wären sonst auch nochmal ordentlich teuer gewesen.

Und wieder zurĂŒck

Samstag, 14.10.2017

Am Sonntag sind wir dann noch in der Stadt rumgetingelt, haben den Markt besucht, einen Blick in das Gefängnis geschmissen und sind zu einer Anhöhung zum Sonnenuntergang angucken gelaufen. Für den nächsten Tag war dann wieder eine Umquartierung nach Perth geplant, nur war das Ozi Inn Hostel nicht so dolle. Altes Gebäude - Geruch im Zimmer, Einbruch-unsichere Zimmerabsperrung und unschöne Baderäume. Dies erinnerte mich wieder stark an Auckland - Hauptsache billig, braucht nicht ansehnlich oder haltbar zu sein. Oh, ein Wasserhahn im Müll! Für das Hostel! Oh ein Sofa im Müll! Für das Hostel! Die gute Nachricht für mich war (nebst einem knappen Parkplatz), das Internet! Hier konnte ich mich endlich mit meinem Nintendo DS einloggen und ein paar Sachen erhalten, yeahu! Deswegen blieb ich hier auch noch ein paar Nächte, während Henrike nochmals eine Nacht im Old Swan Hostel verbrachte bevor sie zu ihrem Roadhouse zum Arbeiten aufbrach.

Jedoch blieb sie dort nicht lange, es gefiel ihr nicht so dort ... na dann wohl nicht.

Fremantle

Eingekerkert

Freitag, 13.10.2017

Mit Henrike zusammen bin ich nun nach Fremantle, einem Vorort von Perth. Dicht am Strand ist es ein hübscher Vorort, gern besucht von Touristen. Der Hauptgrund hierher zu fahren war jedoch ein sehr interessantes Hostel - Das Prison Hostel! Denn hier gibt es ein altes Gefängnis (1895-1991) und während der Männertrakt als Museum dient, wurde der Frauentrakt zu einem Hostel umgebaut! Das Hostel selbst war erst 2,5 Jahre alt - neue Ausstattung, gut gepflegt, gut ausgebaut. Selbst der Preis war kaum erhöht und jeden Cent wert! 3 Tage haben wir hinter Gittern verbracht, doch das Gefängnisfeeling war nur selten da. Natürlich sah man ein paar Gitter und das Hostel war von einer Mauer umgeben, aber gerade die Mauer hat einen Privatssphäre und Ruhe vor dem Straßenlärm gegeben. Hier lass ich mich gerne einkerkern. Auch die anderen Hostelgäste waren hier angenehmer. Im Old Swan Barracks waren gute 80% Deutsche, vllt 10% Franzosen und der Rest der Welt füllte auf. Die meisten Leute machten eine üble Sauerei in der Küche oder auch im Bad und der Wifi Raum war der allgemeine Versammlungsort - laut und mit permantem Musiksender laufen .... der jeden Tag dieselben Lieder brachte (vllt sogar schlimmer als in Deutschland). Ich bin dann bereits aggressiv geworden bei gewissen Liedern, obwohl ich kaum Zeit in dem Raum verbracht habe. Auch mein verkacktes Autoradio bringt den selben Mist! 😡😠😡 Die Massen an Leute verhinderte viel das Zusammensein und zur Kochzeit hat man sich dann gegenseitig die funktionierenden Herdplatten streitig gemacht.

Das Prison dagegen war weniger stark besucht, dafür stieg die Qualität der Leute 😁. Bereits am ersten Abend zur Wein&Käse Nacht fanden wir gute (und internationale) Gesellschaft. Am Samstag ging es dann auf Rottnest Island, einer schönen Insel vor Perth mit vielen Stränden und Riffen zum Schnorcheln. Glücklicherweise trafen wir gleich an der Fährentoilette eine Urlauberin in einem der hiesigen Urlaubshäuschen, die uns ihre Schnorchelausrüstung kostenlos zur Verfügung stellte - yay!
Mit dem Fahrrad ging es dann um die ganze Insel (ca 22km) und ich verbrachte dann sehr kalte 40min im Wasser am Schnorcheln. Die Sonnencreme hatte ganz gut ihren Job gemacht und ich habe eher einen Hauch Bräune bekommen statt Röte. Am Abend kamen dann die Quokkas heraus, kleine Beutelratten (oder ähnliches), die den Tourismus schon genug gewöhnt waren und für Fotos bereit standen. Auch einen Pfau habe ich hier gesehen, der mir stolz sein Rad vorzeigte.

Am Abend gab es dann noch eine Runde Karten, ich werde die netten Leute hier wirklich vermissen.

Fremantle Prison Hostel Rottnest Island Quokkas auf Rottnest! r.o. schlafende Robben im Wasser

Langsam ernÀhrt sich das Eichhörnchen ....

Mittwoch, 11.10.2017

Mittlerweile ist nun doch einiges an Zeit vergangen, doch hat auch alles Zeit gekostet. Der Bankaccount ist vorhanden, die Bankkarte auch, Geld ist überwiesen und sogar die Autoversicherung schon bezahlt (ging über die Bank). Mein Auto habe ich nun von einem Autohändler gekauft (die sind preisgünstiger als die privaten Autos momentan ....). Es ist wieder ein Honda - CRV. Ein eher kleinerer All-Wheel-Drive (AWD) und recht leicht. Dies macht sich dann auf Dauer deutlich im Benzinverbrauch bemerkbar, doch ist auch der Platz geringer. Zuerst versprach mir der Autohändler, einen Kontakt zu einem Handwerker zu verschaffen, um mir das Bett einbauen zu lassen (vglw preisgünstig), doch hab ich nie eine Antwort erhalten .... Klasse. In der Zwischenzeit habe ich mir ne Box fürs Dach gekauft, selbst gebraucht teuer, doch die großen Boxen (um mein Kiteset zu verstauen) waren alle bissl teurer. Wenigstens bekam ich gleich Hilfe für den Anbau. Als ich dann des Wartens müde wurde, entschloss ich mich doch, das Bett selber zu bauen. Mit Infos von Videos ging es in den Baumarkt und Werkzeuge und Material kaufen. Die erste Schwierigkeit waren dann schonmal die Sitze ausbauen. Nachdem ich recht preisgünstig n ganzes Set voll Schraubenzieher und xxx gekauft hatte, gab es leider eine schlecht und fest sitzende Mutter, die ich nur dank männlicher Baumarkthilfe (und nachdem ich selber ne Stunde rumgewürgt hatte) abbekam. Dann kaufte ich mir nur noch die Holzleisten für das Gestell, die Spanplatte gibt es später. Das Auto ist eh schon zugeknallt mit zuviel Zeug.
Zum Abend bekam ich noch ein bisschen Hilfe von Henrike, einer Zimmernachbarin. Mit vom Hostel ausgeliehenem Maßband nahm mein Bett ganz langsam Gestalt an. Doch ab morgen geht es dann eh woanders hin. Tapetenwechsel und um die Gegend ein bisschen zu erkunden.

Natürlich bin ich auch viel in Perth herumgelaufen, die Stadt hat hier wohl viel Geld (von Minen in Western Australia, großes Territorium und wenig größere Städte), denn zu den Hochhäusern werden auch viele Gebäude (oder der untere Bereich eines Hochhauses) in älteren Stilen gebaut - Säulen, Verzierungen, hübsche Geländer. Ich hab bei der Perth Mint reingeschaut, einer Metallschmelze, die sich heute wohl auf das Herstellen von Sammlermünzen konzentriert. Ob mit australischen Tieren, Filmen (Star Wars), Serien (Star Trek) oder gar Disneyfiguren, für jeden ist was dabei. Die teuerste Münze, die ich gesehen habe, war übrigens $1500 wert ....

Auch auf Heirisson Island war ich, einer kleinen Insel im Swan River, auf der eine Gruppe Kängurus gehalten wird. Diese Tierchen sind sowas wie der Streichelzoo hier, auch wenn sie gefährlicher werden können als Hasen ... Und kennen den Fotografie-Trubel bereits.

  Perth - Stadt der Kontraste, l.u. Belltower L.u. Perth Mint mit Mönchsbesuch, r.u. bombastische Sonnenuntergänge Känguruuuuuuus Tiersektion ?

 

P.S. Leider gibt es hier unsere billigen Zollstöcke nicht. Stattdessen hätte ich ein dickes Rollmaßband mit 5m Länge kaufen müssen .... ich nutzte das Ikea Papiermaßband ....

Perth und erstmal alles organisieren

Samstag, 30.09.2017

Nach einem 7,5 Stunden Flug ging es nun rüber nach Perth. Zeitverschiebung zu Deutschland : 8h (Australien alleine hat 2 oder 3 verschiedene Zeitzonen). Erst einmal gab es Verwirrung meinerseits mit dem Visa. Denn hier in Australien habe ich das erste mal kein Stempel in meinem Reisepass bekommen, doch auch mein Visum wollte niemand sehen .... huh? Scheinbar wird hier alles elektronisch gehandhabt, doch habe ich mir diese Information erst im Nachhinein besorgen können. Hat mich ein bisschen irritiert als ich am Bus stand und merkte, dass niemand mein Visum eingesehen hat. Der Bus war dann auch schon das nächste Problem. Informationen, wo der Bus langfährt gab es nämlich nicht. Am Ende fuhr ich einfach mit dem Bus ins Zentrum (sogar kostenlos, weil ich kein kleines Geld hatte) und suchte mir dort Hilfe, um möglichst nah ans Hostel zu kommen. Doch auch hier gibt es keine Fahrpläne - Karten, die dir die einzelnen Stationen anzeigen. Wie mistig ist das denn?

Im Hostel angekommen freute ich mich, meine 2 fetten Rucksäcke endlich fallen lassen zu können - mit übelst verspannten und schmerzenden Schultern. Das Hostel befindet sich in alten Barrackengebäuden und hat, im Gegenzug zu Auckland, Platz! Die Räume sind angenehm groß und die Fenster schaffen es, die Luft frisch zu halten. Es gibt sogar ein einfaches, kostenloses Frühstück.

Natürlich hab ich mich erstmal umgesehen, auf der Suche nach nem Supermarkt und Infos über ne neue SIM. Perth gefällt mir, man fühlt sich nicht erdrückt, die Straßen und Fußwege sind hübsch (statt wie in Neuseeland immer nur zweckdienlich und irgendwie ohne Wohlfühlfaktor) und der Verkehr scheint auch nicht so übermäßig zu sein wie in neuseeländischen Großstädten. Mein Bankkonto zu eröffnen stellt sich als kleine Schwierigkeit dar, zuerst hatte ich meine dt. Sozialversicherungsnummer nicht (und es war Samstag kurz vor Schließung ....) und dann gibt es hier Kontoführungsgebühren (in Neuseeland waren alle kostenlos). Das hieß dann also erstmal wieder Infos sammeln, um eine kostenlose Bank zu finden und diese hatte dann leider erst zum Mittwoch n offenen Termin (obwohl es eine der 3 großen Banken hier ist). Doch meine australische Steuernummer kann ich erst beantragen, wenn ich ein Konto habe ...

Dann wenigstens schonmal nach Autos umsehen? Tja, leider ist da gerade eine Flaute hier. Ich möchte ja ein Allrad Fahrzeug haben, gerne auch schon mit Bett umgebaut (selber umbauen braucht ein paar Werkzeuge, Platz .... und selbstständiges handwerkliches Geschick, dass ich mir nicht so zutraue). Doch gibt es momentan nur 2 Angebote und eines der Fahrzeuge, war mir dann schon ein wenig zu sehr angerostet im Unterbau. Man .... auch hier gibt es ein paar Startschwierigkeiten wie es scheint. Ich werde wohl noch eine zweite Woche im Hostel bleiben, um genug Zeit zu haben alles zu organisieren. Und um auf mein aus Malaysien bestelltes neues Smartphone zu warten .... hm ...

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