Wadlata Outback Centre

Samstag, 17.02.2018

Da ich viel gutes über dieses Museum gelesen hatte und sowieso wenigstens ein Museum mitnehmen wollte, dass die Geschichte erzählt, ging es heute also ins Wadlata Outback Centre. Erstaunlich wie klein ein Museum sein kann und doch viele Informationen gibt. Moderne Technik machts möglich mit Videos und Audioerzählungen. Anschaulich wurde alles von A-Z erzählt, vom Urkontinent bis zur europäischen Besiedlung, wobei mal Themen in den Mittelpunkt rückten, die noch nicht so bekannt waren (vor allem bezüglich der europäischen Besiedlung, Erkundung des Outbacks, Kommunikation und Transport etablieren, Schwierigkeiten und das Leben im Nirgendwo).

Auch hab ich mir diesmal die ganzen "Traumsachen" der Aboriginies gegeben, die ich sonst eher bei Lesetafeln vermieden habe - und ich weiß auch erneut wieso. Erstmal Basiswissen : Die Träume sind extrem wichtig in der Kultur und erfüllen vielerlei Zwecke. Zum einen sind sie, was bei uns Mythen und Legenden sind. Sie erklären wie Berge entstanden sind, Flüsse, Wasserlöcher, geografische Besonderheiten. Häufig wird dies Tieren zugeschrieben : Riesige Schlangen graben Täler oder Bilden ganze Bergrücken, Kängurus stampfen so hart auf, dass sie das Wasser aus dem Boden pressen, weggeworfene Überreste der Mahlzeit werden Berge oder geworfene Bumerangs machen markante Schäden an Gebirgen.
Des weiteren dienen sie wohl aber auch als Märchen : Wenn du die Regeln nicht befolgst, verwandelt dein Vater dich in einen Stern, wenn du zu unachtsam mit dem Feuer umgehst, kannst du nur entkommen indem du zum Stern wirst (scheinbar sind viele der Sterne Aboriginies .... diese sind dabei aber nicht tot, sondern eher als solcher verwandelt). Und hier zeigt sich vielleicht auch schon, warum ich diese Sachen häufig überspringe. Denn irgendwie sind die Storys alle einfallslos, simpel und ohne Zusammenhang. Es ist eine Bestrafung in einen Stern verwandelt zu werden, während es zeitgleich eine Rettung vom Tod darstellt. Der bestrafende Vater (erbost, dass die Jungs die guten Fleischstücke selber gegessen haben) wird aber auch zum Stern, aber so, dass er seine Jungs nie wieder sehen muss .... Hääää? Sinn? Irgendwie scheinen diese ganzen Storys total zusammenhanglos zu sein, als ob jemand verschiedene Schnipsel von Erzählungen durchgeschüttelt hat und dann 5 Stück herauszog und nen Traum daraus machte. Irgendwie finde ich das alles sehr unkreativ und verwirrend und zusammenhangslos, da lob ich mir lieber unsere komplexeren Mythen und Märchen.
Der dritte wichtige Grund erklärt ein bisschen, warum diese Träume so komisch sind und ist ein Aspekt, den ich richtig gut finde : Navigation. Tatsächlich eine schwierige Sache, wie finde ich mich in einem Land zurecht, wo ich weite Wege zurücklegen muss um zu wichtigen Stellen zu kommen? Wo es an markanten Stellen mangelnd, während der Wasserzugang kompliziert ist? Also wird eine Geschichte zur Karte. Das Wasserlöcher herstellende Känguru beschreibt grob den Weg von Wasserloch zu Wasserloch, die Schlange windet sich in einem Pfad durchs Gebirge (und hinterließ dabei auch Wasserstellen) und ähnliches. Dies spiegelt sich auch in der Kunst der Aboriginies wieder, die hauptsächlich Karten darstellen. Gebirge, Jagdgründe, Ozean, Pfade, Wasserlöcher - all das wird in dieser Kunst verarbeitet. Als Karte find ich es zwar toll, aber als Kunst .... nicht so sehr.
Doch so sehr ich diesen Kartenaspekt in den Träumen auch zu schätzen weiß, nutze ich lieber weiter google Maps und überspringe weiterhin diese ganzen Lesetafeln. Mein Interresse liegt eh eher in der Tierwelt.

Übrigens gibt es hier in der Nähe die Flinders Range, endlich mal ein interessantes Stück Land mit Schluchten und Formationen. Doch sind hier die mehrtägigen Hikes in der Sommersaison geschlossen - verständlich. Also ist es recht logisch jetzt Arbeit zu suchen, meinen Nationalparkspass zu verlängern und dann zum Winter hin weiter zu reisen - und die Hikes zu genießen. Was ich aber eigentlich schreiben wollte, in der Flinders Range gibt es total knuffige kleinere Felsenkängurus. Die warn soooo süß. So ne "kleinere" (immer noch 50-80cm groß) hüpfende Riesenmaus ... einfach knuffig! Hoffentlich kann ich welche davon sichten. Eine dieser Arten war beinah ausgestorben mit nur noch 50 Tieren, dank der Bedrohung durch Ziegen, Hasen, Füchse, Katzen u.ä. Die einen fressen das Futter weg, bei den anderen ist man selbst auf dem Speiseplan. Zum Glück haben sich die Zahlen nach menschlichen Hilfeversuchen wohl stabilisiert.

Auch gibt es hier den 5.400km langen Dogfence, ein Zaun, der die Dingos von den Schafsweiden in South Australia und New South Wales fernhalten soll. Oder wusstet ihr, das ein Großteil des Outbacks nur mit Erlaubnis bereist werden darf? Viele großflächige Gebiete sind in Händen der Aboriginies, andere ... ich bin mir nicht sicher. Evtl aus Sicherheitsgründen, damit keine unerfahrenen, risikoreichen Backpacker (von denen ich natürlich niiiiieeeeemanden kenne) dort ihr Glück versuchen. Vernünftiges Auto, Rettungsmittel, Erfahrung, Wasser - viele Risiken in dem kaum befahrenen, tausende Kilometer weiten Bereichen. Leute, die diese Strecken fahren wollen müssen planen, Erlaubnisse einholen und reisen eh in Kolonien, um sich gegenseitig helfen zu können. Und scheinbar sind geplatzte Reifen dort an der Tagesordnung, wenigstens 2 Ersatzreifen hat jeder bei diesen Fahrten dabei. Oder mehr? Selbst für mich, die hier vor Ort ist, ist die Weite und die passiven Gefahren kaum greifbar - Wasser, Essen und Fähigkeiten, dein Auto aus jedem Schlamassel wieder raus zu bekommen. Denn meist ist man tausende Kilometer entfernt von der Zivilisation.

l.o. Outback C, r.o. Red Cliffs am botanischen Garten

Rostrot

Donnerstag, 15.02.2018

Nun erreichte ich den Ort Whyalla und wie immer ging es erstmal zu den Lookouts. Einer war ein umgebauter alter Wasserturm und sah gerade von außen echt cool aus, ein anderer lag auf einem Hügel und gab vor allem einen Blick auf die hiesige Stahlfabrik frei. Denn dieser Hafen war schon seit langer Zeit ein wichtiger Punkt, anfangs wurden hier Schiffe gebaut (gerade auch Kriegsschiffe), während später mit dem entdecken der Eisenminen (Iron Knob die bekannteste hier) eine Stahlfabrik nötig wurde. Schiffe werden hier zwar nicht mehr gebaut, doch das Eisen rollt noch immer. Viel geiler war jedoch der Anblick, denn diese alte Fabrik war komplett Rostrot (nehme an durch den Salzanteil dank der Nähe zum Ozean) und wirkte eher wie direkt aus einem postapokalyptischem Film. Der Anblick war echt fesselnd. Auch ansonsten gefiel mir der Ausblick über das Dorf, obwohl ich nicht sagen kann wieso. Richtig toll war auch die kostenlose heiße Dusche! Was will man mehr?

Wyhalla

Wieder reinlich und ohne Schweiß ging es auf Richtung Port Augusta, wo ich am nächsten Tag den botanischen Garten besuchte. Doch da Pflanzen für mich irgendwie alle sehr gleich aussehen, fahre ich vor allem zu solchen Orten, weil sie ein Pokemon Go Paradies sind. Leider wurde ich hier sehr enttäuscht und es gab nur einen Pokestop - das erste mal in einem botanischen Garten. Hinzu kam, dass man mich fast eingeschlossen hatte, während ich auf Klo saß und dann auch noch merkte, dass meine Kamera nicht mehr da war! Nein, schon wieder im Klo vergessen? 😭 Doch entdeckte ich sie im Auto, da hatte ich die Kamera wohl mal gar nicht mitgenommen. Das zeigt, wie häufig ich mit ihr herumrenne, obwohl die Fotos eindeutig weniger geworden sind .... Wozu auch das 5.000 Bild von einem Strand?

Der Hincks-Schlamassel

Mittwoch, 14.02.2018

Auf meiner Weiterfahrt nach Norden fuhr ich nochmals ein wenig Inland zur Hincks Wilderness Protection Area. Doch dies entpuppte sich als Zeitverschwendung. Nachdem ich mich durch das Straßenlabyrinth zu diesem Sanktuarium diverser Tiere hindurch gekämpft hatte, erwartete mich ein zunehmend steiniger Weg mit üblicher, öder Vegetation und .... tja ... genau. Buschwandern war hier erlaubt - nur gibt es keinen Weg, dem man folgen kann. Das heißt nicht nur quer durch die spärliche Vegetation, sondern vor allem auch Navigation. Man muss den Weg ja auch wieder zurückfinden. Nachdem die 'Straße' immer beschwerlicher wurde und der Park nichts groß tolles versprach (halt gewisse Vögel irgendwo in der Vegetation), entschied ich mich, den Rücktritt anzutreten. Tja, in Neuseeland war halt sowas alles erschlossen, Informationen einfach und ausführlich verfügbar. Ich komm mit dem 'Aussie way of Life' da nicht so klar.
Also ging es wieder zurück zur Küste, schaute mir die Magroven in Arno Bay nochmals an und fuhr weiter Richtung Norden.

P.S. an Mamsi : Ja, hier wird wohl auch Ostern gefeiert (wie genau weiß ich nicht), doch hat mir ein Büchlein verraten, dass man versucht den Osterhasen mit dem großen Kaninchennasenbeutler auszutauschen. Der sieht aus wie ne Maus mit langer Nase und riesigen Ohren, eigentlich schon knuffig. Warum fragst du? Nunja, der Hase ist hier ein großes eingeschlepptes Problem. Wurde vielleicht schwierig den Kindern zu erklären, warum man verzweifelt mit Gift und Fallen diese auszuradieren versucht. Obwohl man evtl aus Pietät keine neuen Giftköder zu Ostern auslegt 😮.

Seepferdchen?

Dienstag, 13.02.2018

Nun ging es endlich weiter gen Adeleide, erster Stop : Tumby Bay. Nebst dem Mangroven Holzweg, der einen guten Einblick auf die nun beginnende Mangrovenküste offerierte, war das Highlight die verzweifelte Schnorchelei nach Seepferdchen. Denn am hiesigen Steg kamen einige dieser Tierchen in ihrer schönen 'ich-versteck-mich-zwischen-Algen'-Form vor. Die Seepferdchen immitieren die Algen mit diversen Blätter-ähnlichen Körperteilen, um so dort nicht aufzufallen. Doch trotz umfangreicher Suche in dem erstaunlicherweise recht warmen Wasser fand ich keine 🙁. Immerhin begleitete mich ein kleiner Fischschwarm aus schwarz weißen Fischen, darunter diese hübschen, flachen Dreiecksfische. Also konnte ich wenigstens diesen Anblich genießen. Auch sah ich eine große Krabbe und kurz eine Art Krabbe, die ähnlich wie die Seepferdchen sich mit gefakten Algenblättern tarnte. Leider musste ich Luft holen und verlor das gut getarnte Viech dabei aus den Augen, Mist!

Tumby Bay. l.o. Mangroven

Schwimmen mit ...... ?

Mittwoch, 07.02.2018

Wie schon beschrieben gab es hier eine der wenigen Gelegenheiten, in einem Käfig auf Tuchfühlung mit Haien zu gehen (auch wenn diese gerade abwesend waren), doch neben dem stolzen Preis von fast $500, war ich auch ein bisschen dagegen eingestellt. Ich hatte mal gehört, dass es nicht so klug ist, die Anwesenheit von Menschen und Futter (die Haie werden ja mit Fressen angelockt) miteinander zu verbinden. Ich weiß nicht, ob es wirklich so ein Problem ist, aber ich vermied es deswegen, mich auf dieses Abenteuer einzulassen. Doch gab es hier noch eine andere Besonderheit, denn man konnte mit australischen Seelöwen schwimmen! (Die immer noch eher wie Robben aussehen, als Seelöwen) Diese süßen Tierchen hier sind nämlich besonders. Fast zur Ausrottung gejagt gibt es noch immer Schwierigkeiten, ihre Anzahl zu erhöhen. Sie pflanzen sich nur sehr langsam fort (1 Junges aller 18 Monate) und sind sehr sehr neugierig. Neugierig ist gut, wenn Mensch mit ihnen schwimmen möchte (andere Tiere würden da sofort reißaus nehmen), doch schlecht wenn es um Fischernetze u.ä. geht. Denn diese ziehen die neugierigen Wesen an .... und töten sie dann schnell mal. Man hat sogar eine Auflage für die Fischerei gemacht (Port Lincoln ist eine der größten Fischfanggebiete hier), dass wenn zu viele Seelöwen getötet wurden, das jeweilige Gebiet für 18 Monate gesperrt wird - so lange wie ein Geburtszyklus dauert. Auch sind diese Tiere mit ihrem Jagdverhalten sehr speziell. Die Gewässer hier sollen wohl recht karg sein (irgendwie wiedersprüchlich, wenn es doch eines der besten Fischereiplätze ist 🤔) und die Tiere haben sich deswegen hochspezialisiert. Jede Familie spezialisiert sich auf eine bestimmte Nahrung (also z.b. nur Quallen, oder nur Tintenfische, etc) und eine andere Familie frisst halt nur etwas anderes. Ihre Routen sind dabei ganz bewusst, trotz kilometerweiter Strecken klappern sie stets die gleichen guten Jagdstellen ab, wissen genau wo sie sich befinden, an welchem Stein sie wohin abbiegen müssen. Schon unglaublich. Übrigens schlucken sie vorher einen Stein, der ihnen mit dem Auftrieb hilft ... na Prost Mahlzeit 😐.

Wir fuhren nun fast 1,5h mit dem Boot raus, zu einer Insel die auf Höhe der Memory Cove ist. Richtig cool war, dass sie hier tatsächlich Brillen mit Sehstärke hatten! Mein Gott, dann kann ich sogar was sehen 😲. Also ab ging es ins Wasser und irgendwie die pennenden Seelöwen anlocken. Auf diesen Inseln sind übrigens hauptsächlich Teenager. Sobald sie schwimmen können, nimmt Mama sie mit hierher und ist dadurch näher an den Jagdgründen. Doch die faulen Viecher ließen sich ziemlich bitten und wollten nicht so recht zu uns kommen. Am Ende hatten wir immerhin einen Besuch von 2-3 Seelöwen - mager, aber besser als nix. Verzweifelt versuchte ich nun mich zu drehen und zu wenden, einfach interessant zu sein. Denn ähnlich wie mit Delphinen, hängen sie eher bei dir rum, wenn du interessant bist. Und es funktionierte auch ziemlich gut, doch zogen sie mich immer wieder zu weit weg vom Boot und ich wurde zurück gepfiffen - Mist. Teilweise waren sie wirklich verdammt nah, drehten und wendeten sich, oder gaben ordentlich Gummi. Sieht wirklich toll aus, wie sie sich im Wasser bewegen können. Trotz mangelder Unterwasserfixierung hielt ich verzweifelt meine Kamera drauf, mal sehen was draus geworden ist. Doch kam auch Wasser in das Gehäuse und netterweise trocknete der darin bereits schon erfahrene Bootsführer meine Kamera. Sie scheint noch zu funktionieren .... auch wenn eine kaputte Kamera bedeutet hätte, dass ich mir wenigstens eine GoPro kaufen kann. So sehr ich die Kamera auch ansonsten mag, die mangelnde Fixierung unter Wasser nervt mich zunehmend.
Nach einer Stunde verzweifelten Purzelbaumschlagen ging es dann wieder raus - ich war k.o., meine Waden schmerzten und meine Lungen wollten wieder regelmäßigen Sauerstoff. Aber es ist wirklich Wahnsinn, mit solchen Tieren schwimmen zu können, danke für die Neugierde 😙.
Auf der Rückfahrt stopfte ich mich dann mit Obst voll, Energie auftanken.

o. Swim with Sealions, r.u. Port Lincoln

 

Hier das recht akzeptabel gelungene Filmmaterial : https://youtu.be/xEkVhO5_cqc

 

Lincoln NP

Dienstag, 06.02.2018

Am nächsten Morgen also schnell Schlüssel abgeben und wieder rein in den Park. Auch hier gab es wieder diverse kleine Buchten zum Schwimmen, doch zuerst ging es den Stamford Hill herauf. Von diesem Hügel erhielten die europäischen Erforscher die Information, wo denn begehrtes Trinkwasser zu finden war. Denn das ist in Australien wirklich eine Schwierigkeit, kaum Flüsse und Seen hier vorhanden. Danach ging es zum Schnorcheln - Abkühlung und Schweiß loswerden. Die restlichen Buchten waren nicht weiter bemerkenswert, auch der Leuchtturm war kein wirklicher Hingucker. Jaja .... ich bin von Neuseeland wirklich verwöhnt.

Memory Cove

Montag, 05.02.2018

Nun ging es in den Lincoln National Park hinein, die eine Seite ist mit einer Asphaltstraße versehen für alle normalen Autos, zur anderen Seite ging es nach Memory Cove. Dort machte ich mich zuerst hin auf, immer die Kiesstraße entlang bis zum Tor, wo ich den Schlüssel brauchte. Diese 4WD Straße war schon ein bissl ungemütlicher, doch nachdem ich meine Reifen runterließ ging es dann. Zum Glück kein Sand, sondern einfach nur viele Steine und vom Regen ausgewaschene Furchen. Die Memory Cove selber war dann eine wirklich gemütliche kleine Bucht, Strand, Meer. Und das alles recht abgelegen und wenig besucht (deswegen die Schlüsselregelung).

Bei der Erkundung des Landes der Europäer war hier einer der Spähplätze, wobei der Spähtrupp leider dabei umgekommen ist. Die ganzen kleinen vorgelagerten Inseln sind daraufhin nach den toten Seemännern benannt wurden und die Memory Cove (=Erinnerungsbucht) wurde ein "Denkmal". Am Abend ging es dann den Weg wieder zurück nach Port Lincoln, denn ich musste den Schlüssel wieder abgeben. Da die Bucht so schön war (und der Weg recht lange dauerte), blieb ich dort länger als geplant und werde morgen nochmal den asphaltierten Bereich anschauen.

Ko - Ko - Ko - Koalas!

Samstag, 03.02.2018

Tja, in Port Lincoln angekommen traf mich nun eine umfangreiche Welle des Rumgammelns. Internet ausnutzen, gammeln, ab und zu schwimmen, um mich abzukühlen. Irgendwann hab ich mich dann auch mal in ein Hostel einweisen lassen, in der Hoffnung ein bisschen Sozialleben zu bekommen. Leider war auch dies ein Reinfall, zwar waren einige Leute im Hostel gebucht, aber gesehen hab ich nur wenige. Kurze Gespräche, das wars. Wenigstens konnte ich einen Auflauf backen, eine gründliche Dusche nutzen und ein fettes Eis vertilgen. Verzweifelt im Gemeinschaftsraum auf Leute wartend, endete ich mit einer Skyperunde mit Mama und genügend Langeweile .... um das ganze dann noch zu toppen, war jemand der Meinung, um 2Uhr den Feueralarm auszulösen - geil. Nachdem also die Feuerwehrleute den Alarm wieder abstellten, bekamen wir wenigstens noch ein bissl Schlaf. Und die Hostelbesitzer haben verzweifelt ihre Kameraaufzeichnungen durchforstet, um den Übeltäter zu finden. Erstaunlicherweise kostet so ein Alarm allerdings hier nur $500.

Danach fuhr ich zum Besucherzentrum, um mir einen Schlüssel für die Memory Cove zu holen, einem zusätzlich abgeschotteten Bereich im Lincoln Nationalpark, in dem immer nur eine begrenzte Besucheranzahl (15 Autos) am Tag erlaubt ist. Jedoch fuhr ich zuerst am Park vorbei zu einem Spot, an dem mir gesagt wurde, dass man dort Koalas finden kann. Und siehe da, gleich neben der Straße gab es ein paar Eukalyptusbäume, in denen die Koalas abhingen. Zwischen den Ästen klebten sie und chillten, ließen sich von mir nicht weiter stören. Sage und schreibe 9 Koalas fand ich hoch oben in den Ästen. Schon lustig, wie sie es sich da so bequem machten. Es machte sauspaß sie dort oben ausfindig zu machen, und obwohl manche Gesichter schon irgendwie komisch aussahen, waren sie doch irgendwie süß.

Ko - Ko - Ko - Koalas!

Nur ein kurzes Stück weiter gab es dann einen Campingplatz, doch leider waren auch hier hauptsächlich ältere Pärchen, nichts wo ich mich gern dazu geselle. Hach man .... vielleicht ja dann in Adeleide. Auch im Hostel waren einige nicht-Backpacker, die nur zum Hai-tauchen im Käfig da waren, viel unterhalten die sich auch nicht mit einem ...

 

P.S. Scheinbar sind die Haie hier seit knapp einer Woche verschwunden .... eben mal so $500 ins Meer verworfen. Noch schlimmer für jene, die nur für diesen Tauchgang von Brisbane oder ähnliches hergekommen sind. Teurer Spaß ...
P.P.S. Ich habe erfahren, dass in ganz Australien (außer Darwin, da sind wohl zu viele aboriginal Outlaws) ein Feuerwerksverbot herrscht! Hier werden nur staatliche Feuerwerke gezündet, aber die Privatperson darf damit nicht hantieren. Ich dachte es wäre wegen Feuergefahr (zu Neujahr ist hier ja Sommer), aber es soll wohl um die Verletzungsgefahr gehen. Na meine Güte .... O.o

Port Lincoln & endlich! RoomtourVideo

Mittwoch, 24.01.2018

Ab jetzt hieß es dann nach Port Lincoln, Vorräte aufstocken und vor allem, Bibo aufsuchen! 3 Tage sitze ich hier nun schon, um den Blog wieder aktuell zu bekommen, oh my ... Wenn ich nicht immer so faul wäre, wenigstens meine Einträge jeden Abend zu verfassen. Oder die Videos einzustellen, außer die Roomtour hat eh keiner Interesse daran. Es frisst schon reichlich Zeit, erst recht wenn man so detailliert schreibt. Ich werd wohl ne Weile hier bleiben und gucken, ob ich einen Job in der Umgebung finde, na mal sehen.

Roomtour : https://youtu.be/hiqaFxehpdc

 

Coffin Bay Nationalpark

Samstag, 20.01.2018

Auch in diesen Nationalpark bin ich nun gefahren, jedoch war er nichts besonderes. Wie häufig hieß es hier 4WD, doch am Eingang wurde darauf hingewiesen, auf welcher Frequenz das Walkie Talkie sein sollte. Hm, wenn an diesem schönen Tag einige Leute dort rumfahren, kann es problematisch werden. Denn die meisten Pfade sind nur schmal und Hügel versperren dir die Sicht. Nicht gut wenn man weder n Walkie Talkie hat, noch eine Person, die oben am Hügel Ausschau halten kann. Da ich eh nur noch mehr Strände dort erwartete, entschied ich mich, das Risiko nicht einzugehen. Strände sind toll, um den Tag dort zu verbringen, aber nunmal sehr schnell öde, wenn man sie sich nur anschaut. Also blieb ich auf der sehr kurzen 2WD Straße, schaute mir die unspektakulären Aussichtspunkte an und fuhr wieder zurück .... jaja, Australien alleine ist recht langweilig.

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