Coromandel Peninsula

Mittwoch, 28.06.2017

Nun endlich war ich auf der Coromandel Peninsula angekommen, einem beliebten Urlaubsort voller Strände. Die Fahrt entlang der Küste war toll, auch wenn mir die Strände hier zu dicht am Verkehr sind. Ich besuchte einen großen Kauribaum, der beinahe quadratisch gewachsen war und fuhr zur Cathedral Cove. Auch dies ist eine bekannte Touri-sehenswürdigkeit, ein Bogen/Höhle am Strand. Auch dieser Ort war toll, wirkte so ruhig und abgelegen. Jedoch war der Parkplatz auch des Nachts nicht unbevölkert, schien hier ein begehrter Campingspot zu sein. Deswegen blieb auch ich hier kurzerhand und fuhr am nächsten Morgen zum Hot Water Beach. Bei Ebbe kann man hier an bestimmten Stellen graben, um sich einen Hot Pool zu buddeln, da unterirdisch noch Reste von einem jahrtausendealtem Vulkanausbruch vor sich hinbrodeln und das Sickerwasser erwärmen. Leider war ich bei Flut dort und wollte nicht so lange warten, also ging es im Regen weiter : Aussichtspunkte genießen (nachdem der Regen + Wolken sich bissl verzogen hatten) und fahren .... wie immer hier.

Cathedral Cove

Juhu, endlich wieder Höhlen!

Montag, 26.06.2017

Auf meinem Rückweg nach Auckland habe ich mir, neben einem stylischen Wasserlassen in einer Hundertwassertoilette! und dem Coca Cola See, der eine hübsche braune Färbung aufwies, erneut diverse Wasserfälle angeschaut. In Waipapa und gerade in Whangarei gab es einige, doch vor allem gab es hier auch mal wieder Höhlen! Die Abbey Caves waren 3 nah beieinander liegende Sandsteinhöhlen. Da sie alle von einem Fluss durchströmt sind, hieß es mal wieder nass werden. Leider ist hier gerade Regenzeit angesagt (und jemand teilte mir mit, dass es ein sehr verregneter Winter ist) und die Flüsse waren entsprechend hoch. Doch kam ich durch alle drei durch, das Wasser stand mir bis zur Brust am Ende der letzten Höhle, und wie immer machte es einfach sauspaß durch sone Höhlen zu klettern/waten. Ein bisschen weiter gab es dann noch eine Höhle, angeblich 2km lang, doch vor allem verzweigt und verwinkelt. Richtig cool zum Erkunden .... wäre da nicht der Wasserstand gewesen. Als es mir erneut bis zur Brust ging und noch tiefer zu werden drohte, trat ich dann doch den Rückzug an. Es kann gefährlich werden und außerdem wurde es riskant für meine Kamera. Doch auch hier gab es einige Glowworms zu bestaunen. Hachja, sone Höhlenerkundung ist schon was feines .... das dachten sich die ganzen anderen Deutschen die sich hier rumtummelten auch ....

Hundertwassertoilette, Coca Cola Lake Waipu Caves

Am Rand von Auckland habe ich mir dann noch ein paar Fotos von der "Skyline" Auckland geholt. Doch außer dem Skytower (mein erster Bungysprung) gab es nur 3-4 andere Hochhäuser, also nich überragend beeindruckend. Dann kämpfte ich mich erneut durch die Verkehrskatastrophe Auckland .... Stau, Stau, Stau .... und das bei der geringen Bevölkerungsdichte hier, denn kaum jemand lebt in Apartements ...

Aucklands

90 Miles Beach

Samstag, 24.06.2017

Nach einer langen Nacht voll Regen und Gewitter (mein erstes Gewitter hier!) ging es am regenreichen Morgen erst spät zu meinem Ziel : dem Ninty Miles Beach! Denn von seinen 90 Milen konnte man bequem gute 55Milen als Straße missbrauchen! Vorsichtig beim rein- und rausfahren, und ab geht der Spaß 😀. Mit 100 Sachen am Strand parallel zum Ozean entlang, das ist einfach sau cool. Schlaue Christin hielt sich auch brav an die Fahrspuren im Sand, um nicht stecken zu bleiben .... auf dem Hinweg .... Denn nachdem ich auf ein kleine "Insel" traf (bei Ebbe begehbar), merkte ich, dass ich an meinem eingezeichneten Exit vorbei gefahren bin. Kurzer Hand also wieder ein bisschen zurück .... hm .... wo ist denn der Ausgang? Ja wo nur? Mist, zu nah an die Dünen gekommen! Und schwupps di wupps saß ich fest .... scheiße. Bin ja nur am Arsch der Welt kurz bevor die Flut reinkommt! Zu meinem saugroßen Glück kam noch ein Anwohner im 4WD vorbei - der letzte hier, bevor die Flut kommt (man fährt hier halt um die Ebbe herum und die meisten halten sich daran auch. Einschließlich ich! Mit 2,5h nach Ebbe war ich gut in der Zeit, aber dennoch eine der Letzten an diesem äußersten Punkt). Ganz professionell zog er mich aus meiner Misere raus, vielen, vielen Dank. Da ich den Exit hier nicht fand, fuhr ich die Hälfte des Weges wieder zurück zum mittleren Ausgangspunkt - doch diesmal mit mehr Konzentration. Durch die einsetzende Flut fuhr man nun viel näher am Wasser, was mich zu den Dünen getrieben hatte, als ich mich nicht so auf die Fahrspuren konzentrierte. Nochmal Glück gehabt. Auf dem Weg zurück in die Zivilisation - und befestigte Straßen - traf ich noch auf eine Herde wilder? Pferde. Ok ... 😮 Die hätte ich dann doch nicht hier erwartet.

90 Miles Beach

https://youtu.be/69XvxTmh1ac

Meine letzte Sonnenlichtstunde nutzte ich noch um zwei Strände zu besichtigen. Der eine hatte eine korallenfarbige Tönung, der zweite (nur wenige Kilometer weiter) erstrahlte im hellsten Weiß. An einem davon erwischte mich dann noch ein starke Welle ... nun habe ich nasse und sandige Hosen .... von den Schuhen fang ich erst gar nicht an.
Doch wie überall auf der Nordinsel findet man auch hier nur schwer Verstecke. Hoch lebe Südinsel!

Endlich! Cape Reinga!

Freitag, 23.06.2017

Doch zuvor stand es endlich an! Sandboarding! Bei den gigantischen Sanddünen (ja, so hieß der Ort) schnappte ich mir ein Sandboard und ab ging es! .... Die Sanddünen natürlich erstmal hoch ... Der Wind war stark, wie die ganzen letzten Tage permanenter on/off Regen und was gibt es besseres als nassen Sand überall? Genau, fast alles andere! Doch das Sandboarden war echt geil. Nachdem ich ein bisschen rumgelaufen bin, um ein paar Ausblicke zu bekommen und harmlosere Dünen runter zu jagen, kam dann die steilste Stelle. Und verdammt, die war echt steil! Es hat sau Spaß gemacht und war irgendwie verrückt, denn Bremsen war nur mager drinne (und meine Füße danken es mit nicht, mitsamt 1cm weniger Zehennagel *schrubb schrubb*), lenken ging halbwegs und dann nur hoffen, dass man die richtige Spur erwischt und nicht ins Gemüse abmacht. Aber außer ein paar Kratzern an den Zehen lief alles gut.
Nach einigen erschöpfenden Hikes hoch die Dünen, mit dem Board richtig kacke, da der Wind kurz vor dem Ziel so stark war, dass es dich beinah weggeweht hätte, fuhr ich nun weiter zum Cape Reinga, den nördlichsten Punkt Neuseelands und seinem Leuchtturm. Endlich bin ich auch hier, einmal längs durch Neuseeland. Und dem Startpunkt des Te Araroa Trails.
Zum Schluss hieß es nur noch fahren, fahren, fahren. Nun geht es wieder zurück.

Sandsurfing & Cape Reinga

https://youtu.be/ckz4DraKD24

Verrückte Campsite

Mittwoch, 21.06.2017

Hach ja, der Weg momentan ist lang und langweilig. Viel fahren, vor allem, und ab und zu ein Abstecher zum Strand oder einen Wasserfall angucken. Ganz cool war noch der Maungaraho Rock, ein großer Felsen, der perfekt war zum Klettern. Da ich jedoch den falschen Pfad nahm, ging es dann eine Seite hoch, die zwar richtig cool zum Klettern war, aber um dann oben den eigentlichen Pfad weiter zu gehen einen 2m Fall erforderte ohne vernünftige Landefläche. Alle Versuche irgendwie anders runter zu kommen waren vergeblich und am Ende machte ich mich wieder zurück ... nur um beim Runterklettern den falschen Pfad auch nicht zu finden und mitten durch die Pampa und teilweise ein bisschen problematisch mich nach unten zu arbeiten. Super .... Zum Glück passierte mir nix und ich traf sogar auf den korrekten Pfad, der mich dann auf die restliche Seite brachte.

In Omapere hatte ich dann einen tollen Ausblick auf einen sandbedeckten Inselkopf, auf dem man bereits Sandboarding machen konnte! Man musste nur übers Wasser kommen ...

Beim Weiterfahren erfuhr ich, dass man auch eine Autofähre über den Fluss nehmen kann, statt die 2h? drum herum zu fahren. Also zahlte ich kurzerhand die recht akzeptablen $20 und fuhr mit der Fähre. Endlich gab es hier mal wieder einen Campingplatz, den ich dann nun auch ansteuerte ... und der mich zum Kopfschütteln brachte.
Man stelle sich vor : eine große, extrem matschanfällige, Grasfläche entlang 200m Straße, umringt von einem Fluss mit einer 300 Jahre alten Fordbrücke (einfach Beton durch den Fluss gezogen, um ein Überqueren zu erleichtern), die bereits in sich zusammengefallen war und beim Ein- und Ausstieg ne schöne Matschfläche aufwies (= beschissen wieder raus zu kommen). Dahinter waren nochmals 100m Straße mit matschiger Wiesenfläche ... und den Toiletten! Plumpsklos, die vor 1 Jahr komlett erneuert wurden! HINTER dem Fluss, den außer 4WD kaum einer mit dem Auto passiert! Doch das war nicht genug! Dieses ganze Gebiet war nämlich im Winter für Autos verboten, nur eine kleine Fläche davor durfte benutzt werden. Was heißt das für den winterlichen Ottonormalcamper? 300m laufen, den rutschigen Matschflächen ausweichen und einen Fluss überqueren um zu PISSEN! Wenn du also nachts aufwacht und gern im Halbschlaf deine Blase entleeren möchtest, bitte lieber aufwachen. Denn spätestens durch den Fluss sollte man vorsichtig waten, um nicht hinzufallen. Verrückt ...
Nachdem ich dann wieder zurück war von meinem Toilettenhike, wartete noch eine weitere Überaschung auf mich. Hier laufen ein paar Hähne rum und einer war auf dem Dach von einem Kleinbus "geflogen" (ziemlich laut dann im Auto). Nachdem ich mir ein Foto vom Dachhähnchen gemacht hatte, schnappte ich mir meinen Wanderstab, um ihn runter zu scheuchen. Runter scheuchen! Hey? Runter scheuchen sagte ich! Der blöde Gockel bewegte sich kaum, da konnte ich ihn pieksen und schubsen wie ich wollte! Irgendwann saß er dann auf meinem Stock wie n Wellensittich auf ner Stange .... nagut, gibts halt Hähnchen am Spieß .... SCHWERES Hähnchen. Nachdem ich den Vogel halbwegs ruhig zu Boden gebracht hatte, ließ der meinen Stab nicht los! Wie aufm Silbertablett konnte ich ihn jetzt mit mir herumtragen .... und es sorgte für einige Lacher, bis ich den Stab fast im 90° Winkel hatte und das doofe Huhn ihn endlich los ließ. Sachen gibts .... verrückte Campsite. Und oh Mist, jetzt muss ich schon wieder auf Klo! Toilettenhike!

Maungaraho Rock

P.S. Aufgrund von Vandalismus war im Winter die Straße gesperrt - mit einem Schild. ..... Natürlich, weil ja Vandalen nicht nur lesen KÖNNEN, sondern es auch TUEN und das Verbot BEFOLGEN! Da sind n paar ganz kluge Köpfe am Werke hier .... Aber dämliche Vandalen, es gibt hier eh schon nicht viele kostenlose Campingplätze 😡😠.

Hunua Falls, Kitekite Falls, hier Falls, da Falls

Samstag, 17.06.2017

Nun ging meine Fahrt endlich auf Auckland zu. Nebst ein paar Ausblicken besuchte ich noch die Hunua Falls und den botanischen Garten in Auckland, indem ich fast eingesperrt wurde, da ich keine Schließzeiten gefunden hatte. Dank moderner Technik öffnete sich das Tor jedoch für mich und ich suchte mir erneut einen Schlafplatz in der Stadt.

Am nächsten Tag ging es dann ein bisschen die Küste entlang für einen Ausblick auf Aucklands Westseite und zu einem der vielen Strände hier. In Piha genoss ich den Strand und besuchte eine Blowhole. Jedoch war vor allem diese Nische drumherum interessant, da die Wellen hier gegen ein paar Felsen prallten und das richtig spektakulär aussah. Kurz vor Sonnenuntergang flitzte ich dann noch schnell zu einem Wasserfall mit einem Pool, wo ich mich ungestört waschen konnte. Blöd nur, dass ich mal wieder meine Lampe vergessen hatte und der Rückweg war reichlich finster.

Piha Wasserfaaaaallll Bethells BeachTiere, Tiere und schon wieder Tiere

Auch am nächsten Tag fuhr ich hauptsächlich durch die engen, gewundenen Straßen. Am Morgen genoss ich einen schönen Ausblick auf einen Strand, ein paar Ausblicke auf Auckland und besuchte erneut einen Wasserfall - den Fairy Falls. Dieser war sogar mal ein bisschen ungewöhnlicher, da er sich treppenartig nach unten bahnte. Es sah ziemlich cool aus, wie sich sozusagen mehrere Wasserfälle aneinander reihten.

 

Einfach nur ein bisschen Wellenaction : https://youtu.be/GmrkVXNhtno

Hobbiton

Mittwoch, 14.06.2017

Nun war es endlich soweit - Hobbiton stand an! Stolze $80 kostete die Tour und war am Ende jeden Cent wert. Doch wie immer, erstmal bissl Geschichte (auch wenn ich es evtl schonmal geschrieben hatte) : Bei einem Scoutrundflug nach einem passenden Platz stießen die Filmemacher hier nahe Matamata auf die Alexanders Farm und verliebten sich in den Ort. Dort wurde nun eine 1,5km lange Straße zum Set aufgebaut, zusätzlich zu den ganzen Arbeiten des Sets selber. Doch damals 1998 wollte der Farmbesitzer noch, dass alles wieder zurück gebaut wurde, denn dieser Hype Drehorte zu besuchen (und sauteure Figuren zu kaufen) entstand erst mit den Herr der Ringe Filmen. Doch als dann die Hobbit Trilogie anstand, machte man einen Vertrag. Nix muss zurück gebaut werden, dafür kann der Farmbesitzer die ganze Sache vermarkten. Und nachdem ich das Set gesehen habe, muss ich sagen, das ist ne ganz schöne Arbeit alles zurück zu bauen ... und natürlich erstmal aufzubauen.

Denn fast alles an dem Set ist aus echten Materialien gemacht, statt Plaste. Holz, Steine und Pflanzen (z.b. der Gärten) ist tatsächlich echt - und beschäftigt heute rund 10 Gärtner (na Sophie, Interesse? 😉). Entsprechend sah ganz Hobbiton aus, wie es im Film wirkte, auch wenn außer dem Green Dragon Inn (Pub des grünen Drachen) keine Kulisse innerhalb existierte. Auch Bilbos Haus ist nicht weiter ausgebaut, da dieses Set in Wellington in einem Studio war. Witzig war die Geschichte um den Baum auf Bilbos Haus. Im HdR hatte man tatsächlich einen passenden Baum gefällt, in Scheiben geschnitten und auf Bilbos Dach auf einem Metallpfahl wieder aufgespießt ... wie in diesen Baby-Stapel-Spielzeugen. Doch was passierte damit nun im Hobbit? Der Baum existierte nun nicht mehr und der Produzent wollte auch keinen digitalen Baum haben, einen Passenden fanden sie nicht ... hinzu kam, dass der Baum ja einige Jahrzehnte jünger sein musste (aber dem Älteren ähnlich!). Also bastelte man einen! Aus Metall, Kunststoff und Co. wurde also eine jüngere Version gebaut .... mitsamt 200.000 in Taiwan hergestellten und von Hand angeklebten Blättern. Die mittlerweile ausfallen und ein super Souvenir sind!

Ein großes Problem stellten natürlich die Größenverhältnisse dar, Gandalf vs. Hobbits. Deshalb wurden unterschiedlich große Hobbithöhlen gebaut, kleine für Gandalf, damit er groß wirkte und große für Hobbits, die durch Gandalfs Vergleich klein wirkten. Auch anderswo wurde mit simplen Mitteln getrickst. Statt Frodo und Gandalf im Wagen während ihres Gespräches nebeneinander sitzen zu lassen, wurde Frodo auf die Rückbank verbannt. Durch die richtige Kameraposition wirkte es nun, als ob Frodo kleiner war .... er war ja weiter hinten. Und nun natürlich unterhalten! Dasselbe passierte auch am Tisch in Bilbos Haus ... echt schwierig sich da normal zu unterhalten, man darf sich ja nicht zu dem Gesprächspartner hinwenden.

Der Detailreichtum war erstaunlich, keine Höhle gleichte der anderen, manche mit Hinweis auf den ausgeübten Beruf - Fische, Schnitzereien, Webstuhl. Kürbisse und andere Früchte waren (noch heute!) echt statt künstlich. Es gab auch eine Szene, wo die Hobbits Pflaumen vom Baum pflückten. Na und, sagt ihr? Scheinbar waren Pflaumenbäume zu klein und wirkten damit falsch gegenüber den Hobbits. Also rasch andere Bäume anpflanzen, Blätter entfernen und Pflaumen + deren Blätter für die 2sec Szene ankleben .... mann, auf was man da so alles achten kann/muss/sollte .... 😨. Sogar Zäune mit Moosbewuchs wurden rangeschafft, weniger wichtige Orte wurden mit künstlichem Moos bedeckt.
Auch das Haus, in dem Sam und Rosie mit ihren Kindern in der letzten Szene gezeigt wurden, existierte wieder. Lustigerweise war Sams Tochter die eigene Tochter des Schauspielers und Rosies Baby war ebenfalls ihres 😃. Damit musste nichtmal das Baby ihre Liebe zur Mutter schauspielern 😄.

Das ganze Set wirkte, nein, WAR so echt, dass man jederzeit Hobbits erwartete, man hörte sie hier herumtoben und im Pub saufen und drinken .... wir Menschen wirkten fehl an diesem Platz. Natürlich wird dieser Ort auch gerne von solchen Gruppen gebucht und eine Themenfaschingsfete gefeiert. Doch gibt es auch einige, die zu der Tour im Cosplay auftauchen. Gandalfs, Frodos und Sams wurden hier durchgeführt genauso wie uns langweilige Menschengesellen .... oder auch Harry Potters, Darth Vaders und Chewbakas 😲. Jedem was sein Herz begehrt 😂.
Auch erzählte er uns, dass bei Bilbos Rede zu seinem 111. unter dem Festplatzbaum ein unbeabsichtigtes Feuer brannte - der Geburtstagskuchen. Als man jedoch die Szene erneut drehen wollte (ohne Rauch und Qualm), meinte der Schauspieler : Nö! Er sagte, dass er die Szene nicht noch einmal so gut hinkriegen würde und sie einfach mit dem Rauch würden leben müssen. Wirklich cool, wie das im Hintergrund manchmal so läuft xD.
Zum Schluss erzählte uns der Guide noch eine witzige Nebenstory. Einst war der Schauspieler von Gandalf in der Schule seines ... Enkels? zu Besuch und die Kinder vor dem Fenster unterhielten sich über die blöde Schule, kein Bock und nicht lernen. So schaute er heraus und fragte : "Wisst ihr was passiert, wenn Kinder in der Schule nicht lernen?" Die Kinder schauten hoch und er sagte : *Gandalf Mode on* "YOU SHALL NOT PASS!" (Also "Du kommst hier nicht vorbei", was jedoch in Englisch auch übersetzt werden kann in "Du wirst (die Klasse) nicht bestehen"). Da will man glatt Schüler sein und ne "Schulpredigt" hören 😂😂😂.

r.o. Gandalf fährt mit Karren durch, l.u. Sams&Rosies Haus, r.u. FestplatzWillkommen in Hobbiton Bilbo Beutlin Hobbithöhlen groß und klein Green Dragon Inn. Die Hobbithöhle davor ist Sams Haus mit RosieGreen Dragon Inn

Gandalf in Action : https://youtu.be/YZf0Q-v3u-k

 

Zum Abend ging es dann noch schnell zu den Wairere Falls. Leider war es bereits so spät, dass ich mich arg beeilt habe, um noch was vom Wasserfall zu sehen. Er war ziemlich hoch und beeindruckend, doch der Rückweg war nun schwierig. Klug wie ich war, hatte ich nämlich meine Lampe vergessen mitzunehmen .... hatte sogar noch beim Einparken dran gedacht! Mist! Zum Glück kam ich heile runter und fuhr noch ein gutes Stück bis zu einem Campingplatz.

 


P.S. Die Fimindustrie ist (natürlich) immer noch ganz aktiv hier, wird wohl gerade ein neuer Mission:Impossible gedreht und der letzte Alien Film soll wohl im Milford Sound gedreht worden sein. Auch haben andere Filmemacher den Wert eines stehengelassenen Sets erkannt. Unter anderem soll wohl sogar irgendwo ein Set von Games of Thrones bleiben. Echt cool, welche Revolution durch HdR in Gang gesetzt wurde und dem Medium "Film" eine neue Seite eröffnet hat. Und ich freu mich auf meine nächsten Avatar Filme - und das Merchandise aus der Weta Cave!

P.P.S. Habe auch gehört, das die Aratiatia Rapids, bei denen ich vor kurzem war, ebenfalls für die Fassszene aus dem Hobbit hergehalten haben. Auch hier also wieder 2 komplett unterschiedliche Drehorte (war ja auf dem Pelorus River auf der Südinsel mit dem Reifen dort unterwegs).

P.P.P.S. Herzlichen Glückwunsch, hiermit sind sie Kunde des 500. hochgeladenen Fotos. Nur zur Info, ich hab sowas wie 7.000 Fotos ....

P.P.P.P.S. Es gibt jetzt eine Möglichkeit, euch per eMail über neue Einträge zu informieren. Wer die nutzen möchte bitte bei mir mit eMail Adresse melden.

White Water Rafting

Dienstag, 13.06.2017

Nun ging es los, Whitewaterrafting auf den Okere Falls. Hier ist der höchste kommerziell genutzte Wasserfall der Welt ... und der Boss ist 2-facher Weltmeister in WildwasserKayaking! (fast 3-fach, aber ihm fehlten 0.00002sec ..... lol ) Rein in die ollen Neoprenanzüge und los ging es auch schon. Es macht echt sau Spaß diese Wasserfälle runter zu fahren ..... und zu hoffen, dass man keinen Überschlag macht. Oder vielleicht doch lieber? Da der Fluss selbst nicht sehr lang ist, konnten wir noch andere lustige Spielchen treiben. Nebst Klippenspringen machte es vor allem Spaß mit dem Boot wieder in eine Stromschnelle reinzufahren - und einen Liter Wasser zu schlucken, wenn man die Klappe nicht zu macht .... Der Boss fuhr meist vorraus und überwachte uns in seinem Kayak. Es ist echt klasse, wie er so ganz leicht diese Wasserfälle runter fuhr ...

Nachdem ich also wieder trocken war, ging es weiter zu den Hamurana Springs. Endlich mal wieder eine der schönen Quellen! Superklar, superschön mit all den Algen Unterwasser und ein reines Entenparadies, die hier in Massen rumschwommen. Leider konnte meine Kamera nicht viel davon auffangen, machten die Spiegelungen und der Wind die Oberfläche zu schlecht. Doch ich versuchte mit meiner Actioncam unter dem Wasser ein paar gute Filme aufzufangen. Hoffe dass das geklappt hat. Auch bin ich noch zu den Blue Springs gefahren, ähnlich wie die Hamurana Springs ein superklarer Fluss. Doch Morgen .... ohhhh Morgen 😍.

 

P.S. Also, die Unterwasservideos sind nix geworden, da er leider nicht fokussiert. Mist ... Die Videos vom Rafting bekomme ich dafür von der SD Karte nicht runter (hatte für die Springs ne neue eingelegt), weshalb ich dieses Video auch nicht zeigen kann .... Ein Hurra auf die Technik

Eine Stadt versinkt im Dampf

Montag, 12.06.2017

Heute fuhr ich zuerst zu einem Viertel am Seeufer, wo es einige Maori Gebäude gab. Vor allem das Versammlungshaus sah echt toll aus, da die Schitzereien übersät waren mit Paua Muscheln als Verzierung. Dies gab dem Gebäude schon von weitem einen hübschen Glittereffekt. Doch weit interessanter fand ich das Viertel selbst, denn hier ging wohl ein unterirdischer geothermaler Fluss entlang, der sich überall einen Weg nach oben bahnte. Zerfressene Löcher in der Pflasterung oder im Beton, kleine brodelnde Quellen am Wegesrand, heiße Matschlöcher, dampfende Teiche. Es sah irgendwie surreal aus, inmitten des Wohnviertels. Einige Leute hatten sich auch einen Schlauch in besagte Löcher gelegt - kostenfreies, dampfendes Bad? Man, ich will hier wohnen! Leider sah das Viertel ansonsten sehr heruntergekommen aus. Klar, den Schaden an Baugrund, Wegen, etc konnte man kaum entgegenwirken, das säurehaltige Wasser fras sich durch alles durch. Doch auch die Häuser sahen sehr primitiv aus, teilweise eher in Containerbauweise. Schade, an einem Ort, wo man sich das heiße Bad direkt aus dem Fluss zapfen kann .... Oder vielleicht lieber n Pool anlegen?

verrücktes, dampfendes Maori Viertel

Dampfaction : https://youtu.be/N9WS9g_sxiM

Danach fuhr ich zum nahegelegenen Kuirau Park, ein Park wie es sie überall in Neuseeland gibt .... nur das hier die natürliche geologische Besonderheit zum Tragen kam. Am Ende war es ein kostenfreier Park mit diversen Schlammtümpeln. Super! Schade ist nur .... Es ist nicht so leicht, diese Tümpel als natürlich hinzunehmen. All der Schlamm, schlecht verwesendes Gestrüpp, weißes Totastwerk, verschiedene Farben und ölige Filme lassen es wie ein menschengemachter Dreckort erscheinen. Dann die ganzen Flaschen, Dosen, Plaste, sogar Schuhe! darin zu sehen, lässt mich echt traurig stimmen. Die Neuseeländer sind schon kontrovers. Sie legen viel Bedeutung und Stolz in ihre Nationalparke, Freiwilligenarbeit, Schutz der Tiere .... aber beim Einfachsten überhaupt sind sie verdammt ignorant. Müll in eben jene Natur zu schmeißen, ob am Straßenrand, Parks, Stränden, .... da sind sie schnell dabei. Wirklich Schade 😕

Rotorua von seiner schönsten Seite

Es ging dann noch zu einem weiteren See, an dem ich mein Mittagessen kochte und einen kleinen Hike zu zwei abgelegenen Seen machte, sowie ein Aussichtspunkt, wo links ein See grün schimmerte und rechts ein See im schönsten Blau. Als letztes standen die Okere Wasserfälle an, die erneut sehr beeindruckend waren aufgrund der Kraft und Geschwindigkeit. Hier wird White Water Rafting veranstaltet und ich habe mich entschieden, dort morgen eine solche Tour zu machen. Denn netterweise ist hier auch ne Art inoffizieller Campingplatz, wenn das nicht passt!

Okere Falls, green&blue Lake

 

Dampf, Nebel, Schwaden und immer der süßliche Schwefelgruch

Sonntag, 11.06.2017

Diesmal ging es früh raus und ich gönnte mir gleich erstmal ein Guten-Morgen-Hot-Bath! Ah schön 😏. Zum Glück hatte sich dann auch endlich der Nebel verzogen, der mir sonst die Sicht versperrt hätte im Geothermal Wonderland. Zuerst sah ich mir den "Ausbruch" des Geisirs an, der mittlerweile künstlich erzeugt wird durch irgendeine Chemikalie. Allzu groß war er nicht und sooo spektakulär fand ich das jetzt auch nicht. Der Park selber war ziemlich schön und es gab diverse Schlammlöcher verschiedenster Konsistenz, vom Schwefel gelbe Krater (meine Kamera versagte hier bei den Farben ...), von Eisen rote Ränder und minikleine Schlammterrassen. Sogar einen kleinen Wasserfall gab es! Teiche in grün, blau, grau und alles dazwischen. Leider verdeckte der Dampf selber häufig die Seen und man konnte manchmal nur die Ränder genießen. Alles in allem recht schön, angenehm parfümiert, und für $32 wohl auch vergleichbar mit deutschen Preisen .... aber natürlich immer noch zu teuer.

Lady Knox Geisir und Mud Pool Geothermal Wonderland ohja, das grün war sowas von echt! noch mehr Schwefelzeug im Wonderland

In Rotorua bin ich dann noch zu einem Ort gehikt, an dem ich den dortigen Te Puia Geisir beobachten konnte. Denn auch dieser ist hinter Gittern, mit $50 aber um einiges teurer. Dieser Geisir bricht ca 1x pro Stunde von alleine aus und nach 20-30min hatte ich auch endlich meine Aussicht. Dieser war schon beeindruckender. Bevor ich dann mal wieder mitten in der Stadt übernachtete, stattete ich dem Sulfur Bay noch einen Besuch ab. Das ist eine kleine Bucht im Lake Rotorua, die vom schwefelwasser verseucht ist und dadurch eine ockerfarbene Tönung hat.

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