Dach überm Kopf?

Samstag, 10.03.2018

Zunächst einmal legten wir uns professionelle Arbeitsgeräte zu : Snippers und ein Shirt in Warnfarbe. Die Snippers waren so ne Art Gartenschere für verschiedene Pflückgelegenheiten. Wir hatten ein weiteres Problem : Unterkunft. Mich störte es nicht, die kalten Strandduschen zu nutzen, aber es war halt auch kein günstiger oder kostenloser Campspot in der Nähe. Das Hostel war bereits ausgebucht, was nu? Die Campingplätze waren so teuer wie ein eher preisklassigeres Hostel, doch als ich eine Frau in der Touriinfo fragte nach Campmöglichkeiten, bot sie uns an, in ihrem Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand günstig ein Zimmer vermietet. Tatsächlich brauchten wir dies am Ende gar nicht, denn Steve, ein Australier der ebenfalls beim Grape picking arbeitete, suchte Mieter und machte uns ein sehr gutes Angebot. Wir bekamen ein hübsches Zimmer in seinem Haus (bzw. seinem und seiner Mutter, da sie aus finanziellen Gründen zusammen lebten), nutzten Bad, Küche, etc. mit dem Rest der Bewohner. Steve hatte zusätzlich ein Garagenhäuschen (oder was auch immer), dass er ebenfalls vermieten wollte, aber noch keine Mieter gefunden hatte. Zwei Wochen später zogen 6 Franzosen dort ein, die jedoch sehr unter sich blieben und nicht flüssig genug im Englischen waren, dass sie sich so ohne Probleme mit dir unterhielten. Zwar waren ein paar von ihnen recht gut, aber es war eben noch zu anstrengend und man musste sie erstmal irgendwie zum Reden bekommen (wirklich schade, denn so lernen sie es auch nicht besser).

Das Zimmer selbst war gut (wir hatten Glück, denn die Laube draußen war eher mäßig), doch schnell wurde Steve zunehmend ... komisch. Er war glaub ich erst so Mitte - Ende 30, sah aber schon reichlich gealtert aus. Nebst der australischen Sonne hat sicher auch der Alkohol, Zigaretten und Gras seine Rolle dabei gespielt. Es ist echt Wahnsinn, haben kaum Geld, aber es wird regelmäßig gesoffen ($10-15 pro Bier), geraucht ($25 die billigste, bereits gedrehte Packung) und dann halt Gras, was sicher auch nicht billig ist. Aber heulen, dass kein Geld da ist ... ich verstehe diese Leute nicht. Steve hatte einen Motorradunfall, der seine Schäden hinterlassen hat. Laut seiner Aussage kann er kaum mehr als 3-5h am Tag arbeiten, alles drüber wirkt sich in stärkeren Schmerzen aus. Er ist selbstständig als Fensterreiniger, was wohl aber eher mäßig läuft (und ich nehme an, dass er sich schwarz bezahlen lässt) und arbeitet sonst halt als Grape picker (bzw. Bucket boy), sowie als Pruner (beschneiden der Weinreben nach der Ernte), um irgendwie über die Runden zu kommen. Während der Ernte vermietet er dann leere Wohnräume an Backpacker. Er war zwar schon irgendwie "alright", aber manchmal bekam man auch das Gefühl, dass er ein bissl cholerisch ist. Aber allzu viel hatten wir am Ende nicht mit ihm zu tun, da wir entweder am arbeiten waren .... oder in der Bibo 😧

Endlich ein Job?

Montag, 05.03.2018

Während ich in diesem Hostel immerhin ein paar kleine Hinweise auf einen eventuellen Job erhalten hatte, änderte der Morgen nun alles. Denn während ich mein Zeug ins Auto verlade, treffe ich Inge, eine Deutsche (schon wieder xD Wir sind überall!). Sie sollte heute ihren neuen, zukunftsweisenden Job als Weintraubenpflücker beginnen, musste jedoch am Tag zuvor bei einem Kurzjob (Imbissbude bei dem zur gleichen Zeit von Fringe stattfindenden Autorennen) bis spät in die Nacht arbeiten und kam nicht zeitig genug aus dem Bett. Und hatte nun Probleme, zeitlich halbwegs schnell ins schöne McLaren Vale zu kommen (~halbe Stunde mit Auto, weit länger mit Öffentlichen). Ich dachte mir, warum nicht? Ich fahr sie runter und kann gleich nachfragen, ob sie auch nen Job für mich haben. Gesagt, getan. Und tatsächlich stellte es sich heraus, dass auch ich anfangen konnte. Da Inge jedoch kein eigenes Auto hatte, entschloss sie sich, mit mir zusammen zu arbeiten. Ursprünglich hatte sie einen der heißbegehrten stündlich bezahlten Jobs ergattert (was sich später jedoch auch als Problembehaftet herausstellte, aber dazu in einem anderen Blog), ist dann jedoch mit mir in die "Piecerate" gekommen, also die Jobs, bei denen man nach Stück bezahlt wird. So oder so, wir hatten ab Mittwoch einen Job für unser 2nd Year Visa und fuhren zurück zum Shingo's nach Adelaide für die letzten 2 Nächte.

 

P.S. Ich weiß nicht, ob ich das bereits mal geschrieben habe, aber hier eine Erklärung zum 2nd Year Visa. In Australien kann man sich für ein zweites Jahr ein Working Holiday Visum erarbeiten. Dafür muss man in einem ländlich Gebiet in Australien (also überall außer die großen Städte) 88 Tage ländliche Arbeit erledigen (oder 3 Monate, wenn man bei einer Firma bleibt). Hat man Glück, kann man sogar im Baugewerbe, oder auch in Minen, diese ableisten. Jedoch ist das eher den Männern vorbehalten (Glück deshalb, weil es meist recht gut bezahlt wird, vor allem Minenarbeit). Ansonsten fruit picking und farm hand ist am weitesten verbreitet. Und gerade fruit picking auch mit schlechter Bezahlung verbunden ...

gefiederte Reptilien und unerwartetes Wiedersehen

Sonntag, 04.03.2018

Während der letzten Tage habe ich mich dann doch mal weiter um die Jobsuche bemüht (nebst erfolglos die Inetseiten checken). Doch zuerstmal erzähle ich noch vom Museumsbesuch. Denn hier gab es momentan eine kleine Dinoausstellung, von der ich am Ende durchaus begeistert war. Angezogen hatten mich die tollen Bilder der Werbeplakate, die auch das Hauptelement der Austellung waren. Zwar gab es auch ein paar Fossilien und nachgebaute Dinos, doch waren vor allem die tollen Bilder und die neuen Infos das Hauptaugenmerk. Vielleicht wissen es auch einige von euch schon (bah, meine blöde Schwester wusste es bereits!), aber Jurrassic Park ist von gestern. Neue Funde in China haben gänzlich neue Informationen hervor gebracht, aufgrund "gut" erhaltener Reste von verrottbaren Elementen. Statt nur die Knochen zu finden, wurden vor allem Federn gefunden. Federn? Genau! Tatsächlich wurden Überreste gefunden, die darauf schließen lassen, dass viele Dinos befiedert waren oder eine stärker schildkrötenartigen Panzer besaßen. Das hieß natürlich, dass man sämtliche optischen Vorstellungen komplett neu überarbeiten musste und unsere Reptilienfreunde plötzlich gefiedert waren (was übrigens auch die vermisste Verbindung zwischen Dinos und Vögeln ans Tageslicht brachte). Auch waren die Federn nicht öde braun, grau und ähnliches, sondern vor allem sehr bunt (man vermutet, am Anfang hatten die Federn NUR die Bewandnis, Partner zur Paarung anzulocken). Sieht wirklich komisch aus. Man nimmt sogar an, dass auch unser allseits bekannter T-Rex befiedert war.
Irgendwie hatte ich nicht erwartet, dass noch solche alles komplett verändernden Erkenntnisse entdeckt werden würden, das hat mich echt baff gemacht ...
Danach sah ich mir im Schnelldurchgang noch den Rest des Museums an, der unter anderem ein 30m langen Riesenkraken zeigte ... wow!

befiederte Dinos

Doch zurück zur Jobsuche. Ich klapperte also noch weitere Hostels ab, um irgendwelche Insider-Infos zu bekommen, doch interessant wurde es erst im Shingo's. Dies war ein von Asiaten geleitetes sehr günstiges Hostel, dass auch zu großen Teilen asiatische Bewohner anzog. Jedoch hatte ich hier tolles Glück mit den Leuten, hatte ein sehr langes Gespräch mit einem Chinesen aus Hong Kong (der mir erzählte, dass man als Chinese dort mehr Ausländer ist als als Europäer. Kann man kein Englisch, verreckt man in den Gassen und die Chinesen, die Englisch gelernt haben, dienen in Kneipen und Restaurants. Nicht viele Chancen .... die Bonzen haben das sagen) und traf tatsächlich jemanden wieder, den ich in Neuseeland getroffen hatte! Das war total unglaublich! Falls ihr euch noch erinnert, auf der Südinsel wollte ich den Heaphy Track laufen (der Great Walk, wo ich 500km mit dem Auto drum herum zurück musste) und bin aber an einem so regnerischen Tag los, dass ich wegen zu hoher Flüsse wieder umkehren musste. Und während ich mich am Auto wieder in trockene Sachen gehüllt habe, kam ein Deutscher vom Track, der verschlafen und seinen Bus verpasst hatte. Ich hatte ihn dann nach Greymouth mitgenommen. Tja, und eben jenen habe ich in einem schäbigen Hostel in Adelaide wieder getroffen! Total unglaublich! (Und ich erwähne lieber nicht, dass ich ihn nicht erkannt habe, nicht mal nachdem ich wusste, woher wir uns kennen 🤐)
Die Welt ist einfach zu klein ....

Die vorzügliche Kunst des Origamifaltens

Mittwoch, 28.02.2018

Während ich tagsüber erneut ein paar Aussichtspunkte rund um Adelaide abklapperte (und keine wirklichen tollen fand), bin ich am Abend dann erneut zu einer Show gegangen. Erst hatte ich gezögert, ob ich diese mir wirklich leisten möchte, da sie mit fast $40 eher zu den teureren gehörte, bin aber froh, dass ich es doch investiert habe. Die Show hieß "Puppetry of the Penis" und versprach Origamikunst vom Feinsten. Ich so : Häää? Was soll ich mir da jetzt drunter vorstellen? Ich hatte keine wirkliche Ahnung und folgte nur dem wichtigsten Teil : 2 Kerle nackt! Na mal sehen.

Bereits in der Warteschlange war ich dann doch eher verunsichert, ich wollte nackte Kerle sehen .... und 30-40% der Wartenden waren Männer! Wirklich? Mit der Freundin, mit der Frau, in großen Familiengruppen .... hmm ..... wirklich?
Es war einfach sooo geil! 😂😂😂 Tatsächlich waren die zwei Herren nackt und fummelten sich auch permanent an ihren wichtigsten Teilen herum. Denn wie ein paar von euch vielleicht sich bereits denken konnten : Es ging um Origami mit dem Penis! Tatsächlich falteten, knörkelten, zogen und drückten sie ihr bestes Stück mitsamt Kronjuwelen in die verschiedensten Formen (und auch hier durfte ein Witz über Trump nicht fehlen, der fast überall irgendwie mit reingeschmissen wurde xD). Alles mit Witz und Elan und toller Origamikunst, da kann Mann noch was lernen! Es war einfach so klasse, und falls man mal die Gelegenheit bekommt : Das ist definitiv was fürs Haus! (@Mamsi, Carmen, Birgit) Es ging sogar soweit, dass die Männer im Publikum aufgefordert wurden, doch ebenso den "Hamburger" auf der Bühne vorzuzeigen! Und man glaubt es kaum, ganz große klasse, wir hatten 2 Freiwillige ^^ Mit dem Rücken zu uns ließen sie die Hüllen fallen, falteten unter Lehreraufsicht den Hamburger, und präsentierten diesen vor dem Publikum! Es war so klasse! 😂😂😁😃 Am Ende gab es dann noch die Möglichkeit, ein Penisfaltbuch zu kaufen ( .... ja ..... ich habe eins ....), ein Autogramm zu bekommen und ein Foto. Es war wirklich toll. Übrigens : die Faltkunst wurde auch immer mit Nahaufnahme auf eine große Leinwand im Hintergrund projiziert, damit man auch ja jede Falte dieser Kunstwerke in Augenschein nehmen konnte. HipHipHurra 🤗

Zudem war ich am Vormittag noch in einer Gallerie voll Katzenbilder. Manche (wenige) Bilder waren richtig toll (und bei einem .... zwei .... wollte ich auch zugreifen), aber der Großteil? Na ich weiß ja nicht .... Da sehen die Bilder meiner Schwester so viel besser aus .... Kunst ....

Puppetry of the Penis

 

P.S. Das hier veröffentlichte Foto ist nicht für Kinder unter .... hm ... 14! Jahren geeignet. Es wurde mit ausdrücklicher Erlaubnis der Akteure fotografiert und - wie man uns aufforderte - im öffentlichen sozialen Netzwerk zur Schau gestellt. Alles erlaubt!
P.P.S. Zusätzlich zu den ganzen Shows ist auch eine Straße Abends hell erleuchtet, wo diverse kleine "Filmchen" über die Häuserwände schwirren. Wirklich schön für einen abendlichen Spaziergang.

Singet und tanzet .... und übersetzet?

Dienstag, 27.02.2018

Heute standen nun 2 weitere Shows an (cheap Tuesday und so), die beide eher politisch orientiert und ein bissl schwerer für mich zu übersetzen waren. Die erste Show war Trumpageddon, wo man unseren amerikanischen Lieblingspräsidenten auf die Schippe nahm. Es war zwar recht lustig, aber auch hier wieder recht inhaltslos und .... unnötig übertrieben? Ich mag Satire, aber eher jene die scharf schneidet statt plump prügelt. Ich bin mir nicht ganz sicher, doch könnte es britischer Humor sein. Der ist halt einfach anders.

Die zweite Show war schon weit mehr nach meinem Geschmack und ich finde es sehr schade, dass ich nicht alles verstehen konnte. Scientology - Das Musical. Und da ist auch schon ein erwartbares Problem. Es wird gesungen! Wirklich nicht einfach, beim ersten Mal alles vernünftig zu verstehen. Dennoch war es wirklich klasse, die Satire hübsch versteckt und verpackt, mit vielen Infos und Kuriositäten gespickt. Schade nur, dass ich mich im Detail kaum noch daran erinnern kann .... Mist! An eines kann ich mich noch ganz deutlich erinnern! Der "Lausbub" in diesem Theater war echt ein hotter Kerl 😁. Dieses Fringe ist schon wirklich cool. Wenn man am Abend Lust hat, kann man einfach los und gucken was gerade läuft. Kein vorbestellen nötig, obwohl natürlich die akurate Christin sich durch das ganze Pamphlet der 300? Shows durchgewühlt hat, um die zu finden, die sie schauen möchte. Alles genau geplant!

Mt. Lofty

Montag, 26.02.2018

Heute wollte ich nun mal zu einem Aussichtspunkt über Adelaide fahren. Ziel : Mt. Lofty. Doch leider wurde dieser Ort finanziell ziemlich ausgeschlachtet, vor allem über hohe Parkgebühren. Also parkte ich irgendwo unten, lief hoch und genoss so die Aussicht. Auch ein kleiner Abstecher im botanischen Garten war noch drin. Schlimm allerdings war die Anfahrt, da man um den ganzen Conservation Park erst herum musste .... und dann eben auch wieder zurück.

Adelaide Fringe

Sonntag, 25.02.2018

Nun stand dann endlich mal die Adelaide Fringe an. Den Tag verbrachte ich damit, von einer Gallerie zur nächsten zu fahren, häufig schwer auffindbar und manchmal auch einfach geschlossen (da musste man die Website schon ordentlich studieren, um manche Öffnungsarrangements zu kapieren). Eine Gallerie fand ich wirklich interressant, wenn auch ein bissl verrückt. Sie drehte sich unter anderem um die Frage, was ist denn nun Kunst?

Ein Künstler wollte die Einfachheit des tierischen Lebens nachvollziehen und ging mit Ziegen auf die Weide. Beobachten, Nachahmen hieß die Devise. Also chillen, Gras kauen (wortwörtlich!) und am wichtigsten : menschliches Hirn ausschalten. Um sich besser hineinzuversetzen, fing er an, ein obstruses Konstrukt zu basteln, um den "hölzernen" Laufmechanismus eines Huftieres nachzuempfinden. Kunst?

Eine andere Künstlerin ließ sich lieber Pferdeblut injizieren, um eine Verbindung zum Pferd herzustellen (unter medizinischer Aufsicht). Es war recht freaky, aber ich konnte auch nachvollziehen, warum es zur Kunst dazugehört. Denn die wichtigste Frage war : Wohin sonst? Nicht wirklich Wissenschaft, obwohl auch das dazu gehörte (eben auf eher ungewöhnlichen Pfaden), nicht nur Verhaltensbeobachtung (denn sie versuchten aktiv sich selbst anzupassen), keine Medizin, keine Psychologie, keine Selbstfindung und doch war von allem was dabei. Wo hat sowas seinen Platz? In der Kunst! Denn hier gibt es keine wirklichen Grenzen, alles ist erlaubt, denn es finden sich immer Leute, die sich dafür interessieren und eben "Kunst" darin sehen. Diese Ausstellung fand ich wirklich gut und hat meine Ansicht bezüglich Kunst stark verändert. Denn so verrückt solche Aktionen auch wirken, können dabei durchaus wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

Am Abend schlenderte ich dann erstmal über das Fringe Gelände. Zwei große Parkflächen waren zugestellt mit Showzelten und draußen warben die verrücktesten Gestalten um Zuschauer. Komplett grün tättowierte Männer, Kerle im Tü-Tü, der klassische Zwerg. Alles was das Herz begehrt. Doch meine erste Show war ein bisschen zahmer : Aboriginal Gigolo. Ich hoffte, auf witzige Art und Weise etwas über die Aboriginie Kultur lernen zu können, und wurde so halb zufrieden gestellt. Es waren zwar ein paar Sachen dabei, aber auch vieles, dass sich um ihn, um uns, um allgemeine Sachen drehte. Schade, aber nun gut. Mal sehen wie die nächste Show wird.

Catch 'em all! Dratini-Day

Samstag, 24.02.2018

Nach dem Partyfail gestern brauchte ich jetzt mal einen berechenbar schönen Tag. Und was ist besser geeignet als ne ordentliche Runde Pokemon Go? Nix! Denn heute stand der sogenannte Pokemon Go Community Day an, das ist ein für 3h monatlich abgehaltenes Event, wo es ein spezifisches Pokemon zu Hauf gibt (+seine Shiny Version). Das heißt, alle Pokemon Go Spieler sind draußen und auf der Jagd. Adelaide hatte sogar ein Treffen in dem Stadtteil Glenelg organisiert, dass zwar den Vorteil hatte, dass ein Ort ausgesucht wurde, wo man verkehrstechnisch sicher war und anderen Leuten nicht so im Weg stand, aber der nicht so viele Pokestops hatte, wie es hilfreich gewesen wäre. Dennoch war es ein schöner Tag (der aufgrund von Internetproblemen auf 6h ausgeweitet wurde), auf und ab die Strandpromenade und mit anderen Spielern quatschen. Viel besser als diese olle Party! (Und wir hatten sogar den Wetterboost für Dratini, yeah!)

Party?

Freitag, 23.02.2018

Die restliche Fahrt nach Adelaide war lang (fast 300km) und unspektakulär. In Adelaide selbst war nun die Frage, wie komme ich an einen Job? Leider spuckten die Jobseiten erneut nicht viel aus und ich fühlte mich ein wenig hilflos. Also entschloss ich mich, verschiedene Hostels abzuklappern und die Infobretter zu konsultieren. Als erstes stand erneut das hiesige YHA auf der Liste (das ist ne Hostelkette, die meist günstige aber auch qualitativ gute Betten anbietet) und mit Glück erwischte ich auch ein freies Bett. Denn ein weiteres Highlight steht hier momentan an, auf das ich bei meiner Recherche gestoßen bin : die Adelaide Fringe! Das ist ein 1-monatiges Event für Kunst und Kultur. Nebst Gallerien gibt es vor allem unzählige Shows zu besuchen, die finanziell (vor allem am Dienstag) recht günstig sind. Aber davon später mehr ^^.

Leider gab es keine nützlichen Jobangebote am Brett und auch die Angestellten hatten keine Tips. Dafür fand ich schnell Anschluss an ein paar Leute in meinem Zimmer. Sie sind für einen Partytrip nach Adelaide gekommen und wollten ausgehen. Und ich dachte mir, warum nicht? Doch das alles entpuppte sich als Fail. Zuerst einmal wusste keiner so genau, wo denn hier die Post abgeht. Auf der "Partymeile" wirkte alles öde und leer und häufig musste man Eintritt zahlen (also noch bevor man wusste, ob dieser Ort sich überhaupt lohnt). Wir liefen also die Straße auf und ab, fragten andere Partygänger (die auch nicht so informativ waren) und endeten am Ende doch noch vor nem Club. Mittlerweile war es so spät, dass der Erste sich schon verabschiedete (der Kluge ....), aber ich dachte mir, ich zieh das jetzt durch. Der Eingang war so laut, dass ich keine Ahnung hatte, wofür ich 2x bezahlt habe, die Musik war eher nicht so mein Geschmack, keine "ruhige" Ecke zum sitzen, evtl bissl unterhalten, trinken, chillen. Meine Begleiter waren schon reichlich besoffen, bevor sie den Club betreteten und wollten eh nur tanzen. Ich versuchte der Mucke irgendwas abzugewinnen, wackelte von einem Fuß auf den anderen, erwischte mich dabei, wie ich aufs Klo flüchtete und war einfach total gelangweilt. Nichtma was trinken wollte ich ... Während ich also gelangweilt auf der Tanzfläche wackelte und mich umsah, dachte ich mir nur : Ne! Ich war nie der große Partyfan und dieser Club zog deutlich eher eine jüngere Gemeinschaft an (und hier und da jemanden, der wie ich krampfhaft versuchte, irgendwie dazu zu gehören). Als sich dann auch noch n Kerl so offensichtlich unoffensichtlich, versteckend und woanders hinguckend sich mir näherte, platzte mir der Kragen. Bin ich hier im Kindergarten? Warum tu ich mir das an, wenn es mich zu Tode langweilt? Also war ich keine Stunde später wieder draußen, atmete frische Luft ein, genoss den Sternenhimmel und machte mich zurück zum Hostel. Party, Clubbing und Co. ist einfach nicht meins, obwohl ich gerne auch mal ausgehen würde .... nur eben nicht so.

O! M! G! Mein Blog geht weidaaaa???!

Dienstag, 20.02.2018

Hallo meine lieben Daheimgebliebenen. Nach guten 5 Monaten geht es nun tatsächlich mal weiter mit meinem Blog. Mein Problem : Ich darf jetzt 5 Monate rekapitulieren und schreiben. Uff. Denn auch über meine Arbeit gibt es doch einiges zu schreiben. Doch gerade dieser 1. Monat wird schwierig sein, da ich hier noch gereist bin und nur zu Faul zum Schreiben war. Na mal sehen, viel Spaß euch auf jeden Fall, wieder "up-to-date" mit mir zu sein.

Die nächsten 2 Tage in Port Augusta verbrachte ich nun mit grübeln und Pläne schmieden. Denn von hier aus geht es entweder nach oben zu Alice Springs und dem Uluru/Ayer's Rock, oder weiter die Küste entlang, um Australien zu umrunden. Ich musste mir also nun endlich einen Kopf drum machen, wie und von wo ich zum Uluru möchte. Nach einiger Recherche entschloss ich mich, von hier - dem Süden - hochzufahren, da nördlich von Alice Springs nix interessantes war und südlich Cooper Pedy, Flinders Range, Lake Eyre und der painted Desert (angemalte Wüste) lag. Es macht sogar Sinn, einen anderen Weg hoch als runter zu fahren! Doch da war dann auch das nächste Problem. In der Flinders Range gibt es eine Art Kraterformation, die man in einem 2-Tageshike entlang hiken kann, aber aufgrund der Hitze in den Sommermonaten gesperrt ist. Deswegen fuhr ich nun erstmal Richtung Adelaide runter und hielt bereits kurz hinter Port Augusta an dem Mt. Remarkable Nationalpark an.

Den Berg selber werde ich auf meinem Ulurutrip besteigen, da er straßentechnisch recht kompliziert zu erreichen ist, wenn man auch die Alligators Gorge besuchen möchte. Diese Schlucht stellte sich als ein toller Hike heraus! Im Loop ging es durch die Schlucht durch und den Bergrücken entlang zurück. Die Schlucht selbst war eng, steile Klippen rechts und links im rötlichen Sandton. Es sah wirklich toll aus und machte Spaß, durch die enge, mit Steinen übersäte Schlucht zu kraxeln, während der Rückweg ein paar Ausblicke und frische Luft gönnte (hachja, die Zeiten wo es noch heiß war ... xD ).

Alligator Gorge

 

P.S. Meine Schwester hat mir geflüstert, dass sie evtl und vielleicht und recht gerne und wenn sie es schafft und so zum Silvester nach Sydney fliegen würde und dann mit mir noch 2-3 Wochen Australien unsicher machen würde (armes Australien, ich weiß 😦). Es wäre wirklich toll, wenn das klappen könnte und ich bin ziemlich aufgeregt. Na mal sehen ^^
P.P.S. Ja, das heißt : Leben im Auto für deutsche Dummies 😘😉

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.